Richtig sanieren oder nur flickschustern ?

Belagerneuerung bei Attendorn auf der L512 in Höhe der Einmündung zur Listertalstraße. Foto: Hendel
Belagerneuerung bei Attendorn auf der L512 in Höhe der Einmündung zur Listertalstraße. Foto: Hendel
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Attendorn / Olpe.. Da ist zum einen die Sanierung eines rund 2,5 Kilometer langen Teilstücks der Bundesstraße 54 zwischen Olpe-Stachelau, Abzweig der Landstraße 711 nach Neuenkleusheim, und dem Abzweig der Kreisstraße 6 nach Rhonard. Hier wird die Fahrbahn für rund 830 000 Euro in Teilbereichen umfassend, das heißt inklusive der Tragschicht erneuert. Das stößt auf Unverständnis bei vielen Verkehrsteilnehmern, die den Sanierungsbedarf dieses Teilstücks als nicht so dringlich ansehen, wogegen andere Straßen, die sich ihrer Meinung nach in einem viel schlechteren Zustand befinden, nicht saniert werden.

Auf der anderen Seite herrscht ebenso Unverständnis darüber, dass im Verlauf der L 512 am Biggesee zwischen den Abzweigen Neu-Listernohl und Schnütgenhof, die „gefühlt“ erst vor wenigen Jahren saniert wurde, bereits jetzt wieder drei Schadstellen ausgebessert werden.

Karl-Josef Fischer, Medienbeauftragter der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs, verweist dabei auf die unterschiedlichen, streng zu trennenden Finanztöpfe, aus denen seine Behörde die Maßnahmen finanziert.

Die Sanierung der Bundesstraßen wird mit Geld des Bundes bezahlt, während Landstraßen mit Landesmitteln saniert werden. Letztere sind knapp, so dass man sich, wenn es eben geht, mit der Sanierung der Deckschicht begnügt. So im Jahr 2002 auch geschehen auf der L 512, wo sich jetzt allerdings an drei Stellen bereits wieder Schadstellen zeigten, die „geflickt“ werden.

Da der Bund mehr Mittel für die Unterhaltung seiner Straßen zur Verfügung stellt, so Fischer, kann man Bundesstraßen da, wo es angebracht ist, wie es jetzt in Teilbereichen der B 54 geschieht, von grundauf sanieren.

Die Notwendigkeit dieser grundlegenden Fahrbahnsanierung resultiert laut Fischer daraus, dass sich in weiten Bereichen, bedingt durch Schäden in der Tragschicht, Spurrillen und Risse in der Deckschicht gebildet hätten. Darüber hinaus müsse die Straßenentwässerung teilweise erneuert werden. Unabhängig davon sei die Sanierung der verschiedenen Kreuzungsbereiche zu sehen, erläuterte Karl-Josef Fischer weiter.

Diese müssten, bedingt durch die höheren Belastungen durch immer wieder anhaltende, anfahrende und abbiegende Lkw öfter saniert werden als normale Straßenstücke.