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Resch und Leitner sagen „Servus“ mit Bronze

18.02.2010 | 11:29 Uhr
Resch und Leitner sagen „Servus“ mit Bronze

Whistler.Das Rodel-Duo Patric Leitner und Alexander Resch hat mit dem Gewinn der Bronzemedaillle im Doppelsitzer einen famosen Schlusspunkt unter die gemeinsame Karriere gesetzt.

Als der „Bayern-Express“ mit Bronze aufs Abstellgleis gefahren war, stand Patric Leitner verwirrt in der Eisrinne. „Wo ist Alex?“, fragte Leitner. Sein langjähriger Partner Alexander Resch hatte ihn verlassen, war über die Absperrung auf die Tribüne geklettert, schloss seine Freundin Simone liebevoll in die Arme und küsste sie im Blitzlichtgewitter der Fotografen innig.

Mit dem dritten Platz hatte das Duo aus Königssee und Berchtesgaden den deutschen Rodlern bei den Olympischen Spielen im Whistler Sliding Centre einen tollen Abschluss beschert. „Unsere Athleten können erhobenen Hauptes die Spiele verlassen. Besonders die Männer lagen über dem Soll“, sagte der deutsche Sportdirektor Thomas Schwab dem SID.

Deutsche Rodler hielten Messlatte hoch

Felix Loch und Tatjana Hüfner hatten mit ihren Siegen eine deutsche Goldspur in die schnellste Eisrinne der Welt gelegt, David Möller mit Silber sowie Natalie Geisenberger und Leitner/Resch mit Bronze rundeten das starke Resultat der deutschen Schlittenfahrer ab. „Hätten wir bei den Doppelsitzern nichts geholt, wäre es ein kleiner Wermutstropfen gewesen“, sagte Schwab.

Patric Leitner (r.) und Alexander Resch jubeln mit einer bayerischen Flagge.

Mit einer tollen Aufholjagd und einem Lauf mit vollem Risiko rasten Leitner/Resch im letzten Rennen ihrer Karriere im zweiten Lauf vom fünften auf den dritten Platz. Am Ende waren mit den Olympiasiegern Andreas und Wolfgang Linger (Österreich) und Andris und Juris Sics (Lettland) nur zwei Brüderpaare schneller. Die ehemaligen Weltmeister Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Friedrichroda/Oberwiesenthal) wurden Fünfte. Ob sie ihre Karriere fortsetzen, ließen sie offen.

Resch: „Bronze ist für uns wie Gold“

Für Leitner/Resch steht nach zwölf gemeinsamen Jahren auf dem Schlitten die Trennung an. „Daher ist es schön, dass wir unseren Frieden mit Olympia gemacht haben. Wir sind durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Bronze ist für uns wie Gold“, sagte Resch. In Salt Lake City hatte das Duo 2002 sogar Gold geholt, vor vier Jahren in Turin aber eine Medaille knapp verpasst.

Während Leitner künftig Trainer bei der Bundespolizei wird, strebt Resch eine Management-Funktion im Sport an. Dabei wollen sie sich aber nicht aus den Augen verlieren. „Wenn sich unsere Frauen zum Kaffee treffen, gehen wir ein Bier trinken“, sagte Resch.

Cheftrainer Norbert Loch trauerte den Beiden schon kurz nach der Zieldurchfahrt nach: „Wir verlieren zwei Vollprofis. Da hat man eine kleine Träne im Auge.“

DerWesten

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