Still-Leben
Prächtig gedeckte Tische und subversive Ruhris
18.07.2010 | 12:06 Uhr 2010-07-18T12:06:00+0200
Essen.Der Start vom Still-Leben verlief traumhaft: Bombenwetter, entspannte Stimmung - nur auf der sogennanten Mibolitätsspur hapert es mit der Mobilität.
Der wahre Ruhri hat eine subversive Ader. In Mülheim wartet niemand bis 11, um auf die A 40 zu spazieren: Mobilitätsspur - und die Dixi-Klos - sind schon eine halbe Stunde vorher ordentlich frequentiert. Still-Leben? Ha! In Block 13 sind zwar noch viele Tische frei - aber die ersten sind schon prächtig gedeckt.
Waltraud Hess hat vor einer Woche ein Tischticket für Kilometer 45,8 gewonnen und spontan eine Familienzusammenführung auf der Autobahn organisiert. Aus Lüdenscheid, Krefeld und Ratingen sind die Verwandten angereist, drei Generationen werden gemeinsam tafeln, nur Kulturprogramm ist nicht geplant - dafür Schweinebraten und Tapas in großer Runde.
Stillstand auf der Mobilitätsspur
Zur längsten Kulturtafel tragen Beate Hülsmann und Gabriele Poth ihren Teil bei. Die Bottroper Künstlerinnen dokumentieren „Das Lächeln der A40“. Wer mag, kann sich über bemalten „Monolithen“ porträtieren lassen. Welche Idee steht dahinter? „Wir wollen einen Eindruck von diesem einfangen“, erklärt Hülsmann.
Das „Still-Leben Ruhrschnellweg“ ist das größte Projekt der Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Die A40 bleibt zwischen Samstagabend und Montag früh um 5 für 31 Stunden gesperrt. Zwischen 11 und 17 Uhr können die Kulturhauptstädter und ihre Gäste am Sonntag an der angeblich längsten Tafel der Welt Platz nehmen: Sie reicht von Dortmund bis Duisburg über 60 Kilometer und besteht aus 20.000 Tischen und 40.000 Bänken. Die Veranstalter rechnen – vorsichtig geschätzt – mit rund einer Million Besucher.
Die Tische stehen auf der nördlichen Spur (Richtung Duisburg), die nur für Fußgänger geöffnet ist. Wer mit Rad oder Roller, Inline-Skates oder Skateboard auf die Bahn will, bewegt sich auf der „Mobilitätsspur“, der südlichen Spur. Sie ist für alles geöffnet, was Räder, aber keinen Motor hat, und darf in beide Richtung benutzt werden. Eine Stunde nach Eröffnung des Still-Lebens herrschte daort allerdings weitgehend Stillstand. Der Fahrradverkehr kam wegen Staus weitegehend zum Erliegen und es ging nur im Schneckentempo voran.
Beide Spuren sollen um 17 geräumt werden, damit der Abbau starten kann.
Mehr zum Thema Still-Leben im DerWesten-Spezial

13:39
Eine tolle Sache!
Für alle die sich für öffentliche Events dieser Art interessieren, ist vielleicht auch diese Umfrage interessant. Ich schreibe gerade meine Diplomarbeit zum Teil über Ruhr.2010 - sie dauert nur 3 Minuten. Jede Antwort würde mir sehr helfen!!!
http://www.surveygizmo.com/s3/351329/Public-Events-als-Marketing-Instrument-im-Destinations-Management
Viel Spaß weiterhin und viele Grüße!
20:49
Hat man da nun bei ber Besucherzahl um den Faktor 3 oder 4 übertrieben???
23:10
Alle 4 Jahre sollte es stattfinden! A40 - Alle 4 Jahre - passt doch bestens! Die 4 prägt somit dieses Event und man kann in Ruhe besser planen! Denn weniger ist mehr!
23:00
Wer von einem großen Erfolg redet, ist nicht mit ausreichender Geisteskraft aus gestattet. Zwischen Essen-Kray und Gelsenkirchen gab es nur viele leere Tische. Öde Laberei ist das. Insgesamt hat sich das Spektakel nur auf wenige Meter beschränkt. So beschränkt, wie die Organisatoren dieses angeblichen Superereignisses allesamt sind. Aber was soll es, wenn der oberste Organisator Pleitegehen heißt.
15:04
Es war in meinen augen eine sehr gelungene veranstaltung! Nur die wiederholung halte ich für keine gute idee...diese riesige aktion im zeichen der kulturhauptstadt muss einmalig bleiben!
Und immer wieder diese unfassbaren kommentare hier...NATÜRLICH kann man das entlanglaufen auf einer autobahn nicht als kultur bezeichnen, aaaaber jedoch die aktion an sich! 3 mio. menschen dazu zu bewegen sich auf der meist befahrenen autobahn deutschlands zu treffen und einfach mal anders zu erleben, und gemeinsam seine heimat zu feiern! NATÜRLICH kann man von dem geld auch 16273 andere dinge finanzieren, aber darum geht es nicht! wir sind kulturhauptstadt! wir haben uns gegen weltmetropolen durchgeschlagen! Allein die bedeutung ist unbezahlbar! hier geht es nicht um geld, sondern um die representation des ruhrgebiets!
13:09
Wir sind um 13:30 in Essen Zentrum gestartet und brauchten ca. eine Stunde bis zur nächsten Ausfahrt Richtung Dortmund. War klar, dass es dort, wo der nächste Banhnofist, voll ist, aber danach entspannte es sich merklich und man recht gut voran. Engpässe gab es eigentlich nur an den EDEKA Wagen.
Ich fand die Veranstaltung toll. Selten hat man die Vielfalt des Ruhrgebiets (Vereine, Gruppen, Initiativen) so versammelt gesehen. An den Ständen konnte man z.T. sehr witzige Einfälle bestaunen.
Ich bin nur froh, dass Grillen nicht erlaubt war und es auch keine der üblichen Freßbuden gab (auch wenn das vorher hier im Forum viele bemängelt hatten). Abgesehen von dem Rauch, den dann die Tausende von Grills verbreitet hätten, und der Verletzungs- und Brandgefahr durch umgeschmissene Grills, hätte es an den Freßbuden kein Vorankommen mehr gegeben (ich bin selbst begeisterter Griller, nicht falsch verstehen. Aber bei dem Event wär es schlichtweg nicht gegangen) . Zudem Tonnen von Müll, die auf dem Boden gelegen hätten. Gut auch, dass EDEKA zu äußerst günstigen preise Getränke in pLastikflaschen verkaft hat. Durch die Pfnadsammler ntsorgten sich die Flaschen quasi von selbst.
So lief alles prima. Von Aggressivität haben wir trotz der Drängelei nichts gesehen oder gehört (da geht es auf einer Kirmes anders zu). Mein Lob auch an die Organisatoren. Diese Großveranstaltung auf dei Beine zu stellen und dann noch den Andrang von 3 Mio. Besuchern zu meistern: Mein Respekt!!
BTW: Ich würde das Event nicht wiederholen. Ein zweites Mal gäbe es das Sponsoring nicht, und dann würde alles wieder dem Kommerz unterworfen. Das Event würde völlig seinen Charakter verlieren. Lasst es bei diesem einen Mal und genießt die Erinnerung an einen schönen Tag
11:39
Was störte waren die ganzen unsicheren Radler, die wohl genauso unsicher PKWs führen oder sich mit dem Nahverkehr verfahren. War ganz nett, auch wenn ich mehr neben der Strecke über Ausweichrouten radelte als im Stau zu stehen, also unter 20 kmh radeln ist ja schon hart.
Die einfache Regel: Langsame rechts- schnellere Links scheint wohl auch keinem logisch einzuleuchten.
11:13
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11:04
An alle Nörgler,
bleibt demnächst zu hause und zieht euch die Bettdecke über den Kopf. Ich kann nur sagen es war KLASSE. Schade das der WDR nicht mehr im Fernsehen gezeigt hat. Aber als Kölner Sender wird halt nur 4 STd. über Kölner Lichter gezeigt.
09:19
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