Piraten wollen landesweit Kandidaten für NRW-Landtag stellen
15.03.2012 | 13:25 Uhr 2012-03-15T13:25:39+0100
Düsseldorf. Die Piratenpartei in NRW will rasch die Weichen für die vorgezogene Landtagswahl stellen. Auf einem außerordentlichen Parteitag am 24. März sollen Kandidaten für alle 128 Wahlkreise aufgestellt werden, kündigte am Donnerstag NRW-Vorsitzende Marsching an. Umfragen sehen die Piraten bei fünf bis sieben Prozent.
Michele Marsching war „geschockt“, als er vom Ende der rot-grünen Koalition erfuhr. Der Vorsitzende der Piratenpartei in NRW hatte geglaubt, dass der eine oder andere Abgeordnete der Opposition "mal schnell aufs Klo muss", um der Regierung eine Mehrheit zu verschaffen. Doch die Piraten reagierten schnell auf die neue Lage – schon am Mittwochabend nahm der Landesvorstand in Essen Kurs auf Neuwahlen .
Am 24. März soll ein außerordentlicher Parteitag die Landesliste aufstellen. Dort wollen die Piraten 40 Kandidaten absichern, um einer möglichen Personalknappheit wie nach den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus vorzubeugen. Zusätzlich sollen in allen Landtags-Wahlkreisen 128 Piraten direkt antreten, damit „wir vor Ort präsent sind “, wie Parteisprecher Achim Müller sagt. In NRW zählen die Piraten 3500 Mitglieder.
Piraten wollen mit Bildung, Bürgerrecht und Datenschutz punkten
Noch ist unklar, wo der Parteitag stattfindet. Die Piraten erwarten bis zu 500 Besucher. Ein Delegiertensystem wie bei der Konkurrenz gibt es nicht. Jeder, der kommt, darf abstimmen – vorausgesetzt, er ist Mitglied. Dass die NRW-Piraten danach noch 1000 Unterschriften sammeln müssen, um auf Landesebene antreten zu können, dürfte nur Formsache sein.
Vieles spricht derzeit dafür, dass sie im Mai den NRW-Landtag entern. Umfragen sehen die Piraten bei 5 bis 7 Prozent . Einen weiteren Schub erhoffen sie sich von der bevorstehenden Wahl im Saarland. „Wenn wir da reinkommen, würde uns das gewaltig helfen“, sagt Müller. Punkten wollen sie in NRW mit ihren Kernthemen Bildung, Bürgerrechte oder Datenschutz. Auf eine Koalitionsaussage verzichten die Piraten dagegen, sie träumen auch nicht von Regierungsbeteiligung. Marsching zeigt sich realistisch: „Dafür sind wir noch nicht reif genug.“

18:17
Interessant das viele immer noch fragen wofür die Piraten stehen. Zäumen wir das Pferd von hinten auf: CDU und FDP wird im Wahlkampf vor der SPD warnen (Überschuldung). Die SPD und Grüne werden Röttgen über die unklare Position Stimmung machen. Da die Piraten in der Opposition landen werden diese nur in wenigen Punkten entscheiden können. Was aber gehen wird: Fragen stellen. Die gewonnen Einblicke aus den Hinterzimmern nach Außen tragen. Eventuell Gesetzesvorschläge erweitern. Der große Vorteil bei den Piraten: Nicht die gewählten Personen entscheiden, sondern die gesamte Basis hat die Möglichkeit sich einzubringen und vor allen Dingen zu wählen. Der Abgebordnete ist lediglich das Sprachrohr der Partei - keine hierachische Ordnung wie bei den herkömmlichen Parteien, wobei der Abgeordnete selbstverständlich nach seinem eigenen Gewissen handelt. Jedoch ist die Entscheidungsfindung für jeden nachvollziehbar öffentlich dokumentiert. Wofür die Piraten stehen? Schaut auf das Wahlprogramm!
19:18
@13-1
Der Beitrag bezog sich auf den Vergleich der Piratenpartei mit Modeerscheinungen wie der "Stattpartei" (Was ist das?) und der Schill-Partei. Keine dieser Parteien hat sich irgendwo 6 Jahre gehalten. Und keine der von Ihnen genannten Parteien (außer REP) hat jemals ähnliche Umfragewerte und Wahlergebnisse erzielt wie die Piraten.
Und im Europaparlament sitzen die Piraten nun schon seit 2009. Das hat auch keine der von Ihnen genannten Parteien geschafft. Seit 6 Jahren versucht man nun, die Piraten als Modeerscheinung kleinzureden. Und genau das sind sie eben nicht. Auch wenn die etablierten Sesselpfurzer und ihre Fans das nicht wahr haben wollen.
18:33
Entert die Klüngelbande!
17:52
Die Piraten müssen kommen,irgendwer muß die Aroganz und Selbetgefälligkeit
der Abgeordneten mal stoppen.Ich erinnere nur an die 500 Euro ,die sich diese Leute
auf kosten der Steuerzahler,bereichert haben.
darum wählen wir die Piraten.
12:51
@oldbaer1 | #1
Sie meinen sicherlich, ob die Piraten so kompetene " Fachleute z.B. für Wirtschafts- und/oder Finanzpolitik" haben wie unsere letzten Regierungsparteien SPD und CDU....die also so "tolle" Fachleute sind, dass sie uns einen zweistelligen Reallohnschwund beschert haben, und Rekordzahlen bei Kinder- und Altersarmut. Die in ihrer "überragenden" Kompetenz und Sachkundigkeit unsere Komunen pleite gemacht und für eine Rekordstaatsverschuldung gesorgt haben.
Ich kann immer wieder nur den Kopf schütteln, wie unterirdisch das politische Wissen der Bundesbürger ist, gnadenlos lassen sie sich von den system- und regierungstreuen Medien erzählen, wer die guten (und kompeten) sind. Und dann kommen Wahlergebnisse heraus, wo die SPD und CDU über 30% kriegen...
....man gaubt es einfach nicht. Es wird vor kleineren Parteien gewarnt, dass die vielleicht und eventuell mal Dinge anrichten könnten, die bereits in schlimmster Form von den derzeit regierenden Parteien angerichtet wurden..
00:32
@9: Die haben auch interessante Berichte über Schröder & Fischer. Oder auch Otto Schily. Stichwort elektronischer Reisepass. Kommt halt nur drauf an, wer gerade an der Regierung ist. Die anderen haben nicht unbedingt weniger Dreck am Stecken...
@10: Dafür dass die Piraten nur eine "Modeerscheinung" sind, halten sie sich mit über 6 Jahren schon relativ lange. Toll, dass es immer noch Menschen gibt, die versuchen, sie als Modeerscheinung wegzureden...
@12: Sie fragen nach Inhalten. Für welche Inhalte steht denn irgendeine x-beliebige andere Partei (egal ob Regierung oder Opposition)? Außer Diätenerhöhung, Mauschelei und Bevormundung gibts da nicht viel.
"halten sie sich mit über 6 Jahren schon relativ lange"
In welchem Landesparlament (und nur das zählt) halten sich die Piraten denn seit 6 Jahren? Muss völlig an mir vorbeigegangen sein. Das diese Anarchopartei seit einigen Jahren in einigen Kommunalparlamenten sitzt, schließt dennoch nicht aus, dass sie lediglich eine "Modeerscheinung" ist. In deutschland gibt es zig Kleinstparteien die in Kommunalparlamenten vertreten sind (z.B. Die Tierschutzpartei, ÖDP, REP, DSU etc.)
21:05
Trotz intensivem Lesens des Artikels ist es mir nicht gelungen heraus zu finden für welche Inhalte die Piraten tatsächlich stehen!
Allein der Name "Piraten" löst bei mir noch nicht eine" linke Heils -Erwartung!" aus!
Denn zu Piraten sagt man auch schon mal Freibeuter!
Nun ist also die Frage zu klären bei wem die sog. Piraten die Beute machen wollen!
Und für wen sie in Anspruch nehmen als Freibeuter tätig sein zu wollen!
Das Jubilieren der System - Medien steht jedenfalls im auffälligen Gegensatz zu der Berichterstattung über andere ,kleinere Parteien!
21:05
in Hamburg oder in Berlin eben mal ins Abgeordnetenhaus zu kommen ist was anderes als sich bundesweit zu etablieren
21:02
Die Piraten werden sich genauso erledigen wie Stattpartei, Schillpartei, Stuttgart21, einfach nur ein Modetrend, Politik nur aus einer Stimmung heraus, eher ein Abenteuer als seriös. Schade nur, dass sie das linke Lager schwächen. Ein Pirat müsste sich eigentlich irgendwo zwischen SPD, Grüne und Linke heimisch fühlen.
20:45
Piraten,
Na ja,Nachwuchs und frischer Wind ist immer gut,aber man sollte die erst mal kennenlernen(Parteiprogramm).Gleich alle die Partei zu wählen,von null auf hundert,
wäre zuviel des guten,die Ehefrau heiratet man auch nicht am ersten Tag,oder?
Unbegreiflich,das nach umfragen die CDU über 30% kommt,wie das möglich ist,
wenn man sich nach 22.00Uhr Sendungen ansieht wie;Monitor,Panorama,,,,u.s.w.
da dürfte die CDU nicht über 5% kommen!-m-f-g-