Phoenix zu Tigern ohne Hilfe am Brett
16.10.2009 | 13:35 Uhr 2009-10-16T13:35:00+0200
Hagen. Unverändert geht Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen in den zweiten Doppel-Spieltag. Ein Nachfolger für Sean Finn, den es in die Ukraine zieht, ist vor den Partien am Freitag bei den Walter Tigers Tübingen (20 Uhr) und am Sonntag daheim gegen ratiopharm Ulm (19 Uhr) noch nicht gefunden.
Schwerstarbeit unter den Körben musste die lange Phoenix-Garde schon gegen Paderborn verrichten. Bei dem am Sonntag grippegeplagten Matthias Grothe führte dies zu Kreislaufproblemen nach der Schlusssirene. Heute Abend in Tübingen dürfen die Gäste nicht auf Schonung hoffen, zumal mit Bernd Kruel nun ein weiterer Center erkrankt ist und beim Training fehlte. „Es ist nicht einfach im Moment”, räumte Trainer Ingo Freyer ein und befand: „Bernd muss spielen.” Zumal ein Wunschkandidat als Nachfolger von Finn, für den Phoenix eine Freigab-Anfrage vom ukrainischen Superligisten Lviv vorliegt, noch nicht gefunden wurde. Auch über eine mögliche Rückkehr von Zach Freeman wurde diskutiert, diese Idee aber verworfen. „Wir brauchen jemanden, der in der Verteidigung gegen Masse gegenhalten kann und Gegenspieler aus der Zone heraushalten kann”, begründet Geschäftsführer Oliver Herkelmann.
In Tübingen erwartet die Hagener zwar eine nicht allzu groß gewachsene Centergarde, doch mit den beiden US-Amerikanern Dave Watts und Kenneth Williams, dem in acht Bundesliga-Jahren gestählten Aleksandar Nadjfeji (Freyer: „Ein Klassemann”) sowie 2,05-m-Mann Jüfan Geiger sind die Gastgeber zweifellos tiefer besetzt. Sehr athletisch ist auch der körperbetont spielende Flügel Romeo Travis - mit 25 Punkten im Schnitt bester Werfer der Liga -, den Aaron Fleetwood und Quentin Pryor stoppen sollen. Zudem hat Freyer im Tübinger Team vor allem Respekt vor den Aufbauspielern Michael Jenkins und Branislav Radkovica. Allerdings stehen die Gastgeber nach zwei Niederlagen bereits unter Druck.
Organisatorische Änderungen
Auch Sonntags-Gegner Ulm unterlag bisher zweimal - die Gegner waren mit den Brose Baskets Bamberg und dem Mitteldeutschen BC identisch. Die Schwaben um den Ex-Hagener Per Günther und Nationalspieler Robin Benzing sind runderneuert. Von den Importkräften blieb lediglich Lee Humphrey, fünf US-Amerikaner wie der aus Cuxhavener Zeiten bekannte Roderick Trice kamen neu dazu. Mit den Ulmern, damit auch mit Rückkehrer Günther, so Freyer, wolle man sich aber erst nach dem Tübingen-Spiel beschäftigen. Eine Bilanz wie am ersten Erstliga-Wochenende würde er dabei durchaus akzeptieren: „Aus den zwei Spielen einen Sieg mitzunehmen, das wäre nicht schlecht.”
Für das zweite Saison-Heimspiel gegen Ulm sind organisatorisch einige Änderungen geplant. Ein größeres Security-Aufgebot soll Aufgänge und Ecken freihalten, der Einlass wird mit Schleusen kanalisiert und mit einem Zelt überdacht. Zudem kann der Fluchttunnel als Ausgang genutzt werden und Getränkestände werden aus der engen Halle nach draußen verlegt.
Globetrotters kommen
Prominenter Besuch in der neuen Phoenix-Halle: Die Harlem Globetrotters, bekannteste Basketball-Showtruppe der Welt, kommt am 18. März 2010 nach Hagen. Der Vorverkauf hat unter http://www.bn-musik.de/ oder 0711/9547464 begonnen.

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