Phoenix nimmt auch vorletzte Lizenz-Hürde
06.07.2009 | 18:00 Uhr 2009-07-06T18:00:00+0200
Drei Stichtage waren für die Lizenzerteilung an Phoenix Hagen wichtig, zwei hat der Basketball-Bundesligaaufsteiger erfolgreich einhalten können.
Nach der zeitig eingereichten Baugenehmigung für die Injoy-Halle attestierte der BBL-Lizenzligaausschuss dem Neuling gestern, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachgewiesen zu haben. Nun muss noch die Hallen-Abnahme bis zum 31. Juli klappen.
Eine gewisse Nervosität konnte Oliver Herkelmann während des BG-Freiluftturniers nicht verhehlen. „Das ist für uns die absolute Blackbox”, war für den Phoenix-Geschäftsführer das Lizenzierungs-Verfahren der Bundesliga nur schwer einzuschätzen. Doch gestern Nachmittag gab es durch die BBL-Zentrale in Köln Entwarnung: Alle sieben Klubs, die zum 30. Juni als auflösende Lizenzbedingung Nachweise zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bringen mussten - darunter auch Phoenix -, erhielten grünes Licht.
„Alles wunderbar”, kommentierte Herkelmann erleichtert. Nun muss Phoenix noch bis zum 31. Juli die Übergangs-Spielstätte im Injoy-Sportcenter in der Hohenlimburger Färberstraße Liga-tauglich vorweisen. „Wir gehen nach derzeitigem Stand jedoch davon aus, dass dies auch der Fall sein wird”, äußerte sich BBL-Geschäftsführer Jan Pommer positiv über die Fortschritte der Umbauarbeiten, die der Verein regelmäßig dokumentieren muss. Auch Herkelmann betonte, gerade in der letzten Woche sei man ordentlich vorangekommen. Zudem stieg die Zahl der verkauften Dauerkarten nach Beginn des offenen Verkaufs bereits auf 850.
Neben den Hagenern dürfte es ein ähnliches Aufatmen auch bei Brose Baskets Bamberg, WALTER Tigers Tübingen, Köln 99ers, Paderborn Baskets und dem mit Phoenix aufgestiegenen Mitteldeutschen BC gegeben haben, bei denen die auflösende Lizenz-Bedingung ebenfalls aufgehoben wurde. „Somit nehmen die oben genannten Klubs am BBL-Spielbetrieb in der Saison 2009/2010 teil”, heißt es in der Presseerklärung.
Auch Absteiger Eisbären Bremerhaven hat den geforderten Nachweis erbracht und kann nun am Donnerstag am Wildcardverfahren teilnehmen. Zweiter Kandidat sind die LTi Gießen 99ers, deren Einspruch gegen ihre Wertung als sportlicher Absteiger vom BBL-Schiedsgericht am Sonntag zurückgewiesen worden war. Es geht um einen Bundesliga-Platz, den die Giants Nördlingen durch ihren Rückzug freigemacht haben. Das Wildcardverfahren findet am Donnerstag in Ludwigsburg bei der BBL-Tagung statt, bei der Herkelmann Phoenix gemeinsam mit Marketing-Managerin Anna Jäger Phoenix erstmals vertreten wird.
Der erfolgreiche Bewerber muss eine Gebühr von 100 000 Euro an die BBL zahlen und bleibt, der andere Kandidat steigt in die 2. Bundesliga Pro A ab. Dort gibt es neben Aufsteiger Merlins Crailsheim aufgrund des Punktesystems weitere Neulinge. So spielen künftig die Ballers Osnabrück mit dem Ex-Hagener Philip Günther und der UBC Hannover in der zweithöchsten Klasse.

15:11
Eine sehr erfreuliche Nachricht!
Ich hoffe allerdings, dass sich Phoenix bei der Ausweichhalle nicht übernimmt und man nach einer Saison aus finanziellen Gründen (wie z.B. Jena mit dem Zelt) den Abflug macht.