Phoenix hat die Lizenz - und viel Zeitdruck
08.05.2009 | 20:34 Uhr 2009-05-08T20:34:00+0200
Hagen. Der positive Eindruck des Ortstermins war nachhaltig: Am Tag nach dem Besuch der Basketball-Bundesliga (BBL) in der Hohenlimburger Färberstraße erhielt Phoenix Hagen in zweiter Instanz die Lizenz. Allerdings mit auflösenden Bedingungen.
Phoenix Hagen hat die Lizenz doch noch erhalten. Allerdings mit auflösenden Bedingungen, die den Zeitdruck beim Zweitliga-Vizemeister noch erhöhen: Bis zum 31. Juli muss die Spielstätte im Fitness-Studio „Injoy” spielfertig umgebaut sein.
Im Internet-Zeitalter geht manches blitzschnell: Kaum war die Meldung der Basketball-Bundesliga über die Lizenz-Erteilung für die Hagener online, wanderte Phoenix im Diskussionsforum der Basketball-Plattform „Schönen Dunk” auch schon von der Pro A in die BBL. Und wurde dort als langjähriger Erstliga-Standort freudig von den Fans von Bamberg bis Bonn, von Berlin bis Braunschweig zurück begrüßt. Selbst Anhänger aus Gießen, seit der Insolvenz von Brandt Hagen 2003 letztes verbliebenes Gründungsmitglied, schlossen sich an. Dabei müssen gerade die Mittelhessen als aktueller Bundesliga-Absteiger auf den Rückzug eines sportlich qualifizierten Teams und eine Wildcard hoffen, um doch noch erstklassig zu bleiben.
Dass die Hagener noch Platz machen müssen, davon gehen sie seit gestern trotz zum Teil erheblicher Lizenz-Auflagen der BBL nicht mehr aus. „Die Erleichterung ist groß”, sagte Geschäftsführer Oliver Herkelmann, „das sind alles Dinge, mit denen wir umgehen können.” Und Aufsichtsrats-Chef Thomas Haensel betonte: „Der erste Schritt ist geschafft, auch wenn die Bedingungen sehr ehrgeizig sind und nun eine Reihe Gespräche notwendig sind. Aber wir werden auch diese Herausforderung sofort angehen. Und ich halte es für realistisch, dass wir das dank der vielfältigen Unterstützung auch hinkriegen.”
Diese hatte die Stadt bereits am Donnerstag beim ganz offensichtlich überzeugenden Ortstermin in Hohenlimburg mit den Liga-Vertretern mit hochkarätiger Beteiligung und Antworten auf alle Fragen dokumentiert. Auch gestern betonte Oberbürgermeister Peter Demnitz angesichts der BBL-Auflage, bis zum 15. Juni eine Baugenehmigung für das „Injoy” vorzulegen: „Phoenix kann sich darauf verlassen, dass man bis zu dem genannten Zeitpunkt die Baugenehmigung in den Händen halten kann.”
Schwieriger wird für die Basketballer die Vorgabe zu erreichen sein, dass die Umbauarbeiten in der bisherigen Tennis- und Badmintonhalle des Fitness-Centers bis zum 31. Juli abgeschlossen sein müssen. „Dies ist sicherlich eine sportliche Herausforderung, die die Hagener zu bewältigen haben. Gleichwohl haben wir dafür Sorge zu tragen, dass alle BBL-Klubs rechtzeitig die kommende Saison planen können”, begründete Bundesliga-Geschäftsführer Jan Pommer. Und BBL-Sprecher Dirk Kaiser präzisierte auf Nachfrage: „Die Halle an sich muss spielfähig sein, als ob am 1. August die erste Bundesliga-Partie stattfinden würde.” Parkett, Tribünen, Korbanlage, Anzeigetafeln, 24-Sekunden-Uhren etc. müssen dann installiert sein, Beleuchtung und Beschallung müssen BBL-Standards entsprechen. „Schon unser bisheriger Zeitplan mit dem 15. August war sehr ehrgeizig”, bekannte Herkelmann, „da ist noch eine Menge zu tun.” Zumal die Investition in die Ausweich-Spielstätte auch durch das engere Zeitkorsett noch etwas teurer als die bisher veranschlagten 250 000 Euro werde.
Bisher, so Herkelmann, habe man für diesen Zweck belastbare Sponsorenzusagen in Höhe von etwa 200 000 Euro. Weitere zugesagte Gelder muss man der BBL ebenso nachweisen wie überhaupt mindestens 80 Prozent der Sponsorenverträge - das gilt auch für viele andere Klubs - bis Ende Juni vorliegen müssen. Zudem hat Phoenix der Liga regelmäßig über die Verkaufszahlen von Eintrittskarten und VIP-Tickets zu berichten und muss kontinuierlich über den Baufortschritt am Injoy informieren.
Breiter Unterstützung hofft sich Phoenix gewiss sein zu können. So meldete SPD-Pressesprecher Mark Krippner, dass sein Chef Jürgen Brand die Lizenzerteilung als positives Signal für Hagen werte: „Wo wir helfen können, helfen wir.” Und als Vorsitzender des Verbands für Sport fügte Krippner hinzu: „Wir freuen uns, künftig Profi-Basketball in Hohenlimburg sehen zu dürfen.”
19:31
bei all dem geschwätz der lieben politiker, dürfte einem ausbau der ische ja nichts mehr im weg stehen.....
eigentlich....