Parkgebühren für Olpe unverzichtbar?
11.02.2011 | 14:00 Uhr 2011-02-11T14:00:00+0100
Olpe.Der „Rotstift“ kreist weiter über der Kreisstadt: Nachdem Anfang der Woche die Schülerfahrtkosten im Blickpunkt standen, sollen nun auch die Autofahrer verstärkt zur Kasse gebeten werden.
Für die nächste Hauptausschuss-Sitzung und den Stadtrat (14. und 17. Februar, jeweils 17 Uhr) schlägt die Verwaltung den Politikern erstmals konkret vor, wie die Parkenden in der Innenstadt künftig zur Kasse gebeten werden sollten. Zentraler Punkt: die Aufstellung von Parkscheinautomaten, Parkgebühr: 50 Cent pro Stunde.
Bürgermeister Horst Müller versicherte auf Anfrage, man habe unter anderem ein System entwerfen wollen, das die Fluktuation in der Innenstadt aufrecht erhalte, vor allem mit Blick auf den Einzelhandel: „Je näher der Parkende an die Innenstadt heranrückt, desto kürzer soll die maximale Parkdauer sein.“ Jetzt bleibe abzuwarten, in welchem Umfang die Politik dem Vorschlag folgen werde. Möglich sei natürlich auch eine abgespeckte Lösung. Ganz auf Parkgebühren zu verzichten, hält der Bürgermeister aber für kaum verantwortbar mit Blick auf die immer noch äußerst angespannte Finanzlage.
Wie sieht der Plan im Einzelnen aus? Alle bisher nummerierten Parkflächen von 1 bis 10 sollen „bewirtschaftet“ werden - wie es im Verwaltungsdeutsch heißt. Ausnahme: Parkplatz 3, das sind die Dauerparkplätze hinterm Bahnhof.
Werktags von 9 bis 18 Uhr
Abkassiert werden sollen demnach (in Klammern die geplante Höchstparkdauer): Parkhaus Franziskanerstraße (3 Stunden), Parkplatz Bigge (unbegrenzt), Parkplatz Bratzkopf/Bruchstraße (2 Stunden), Parkhaus Bruchstraße (3 Stunden), Parkpalette Schützenstraße (unten unbegrenzt, oben 3 Stunden), Parkplatz Imberg (2 Stunden), Parkplatz Bleichewiese (östl. Teil 2 Stunden, westl. Teil unbegrenzt), Parkplatz Kurkölner Platz (1 Stunde), Parkfläche am Krankenhaus (1 Stunde).
Festgelegter Kontrollzeitraum ist werktags von 9 bis 18 Uhr. Kassiert werden soll zudem „Am Biggeufer“ und an der Bruchstraße 2 bis 6 (beide Nähe Aldi), am Alten Lyzeum/Rathaus und Am Bahnhof/Brücke Rathaus.
Insgesamt werden demnach rund 630 Plätze kostenpflichtig - von insgesamt rund 1780.
Kostenschätzung: Für etwa 35 Automaten muss die Stadt rund 170.000 Euro zahlen. Dafür sollen rund 500.000 Euro in die Stadtkasse fließen - jährlich versteht sich.
Etwas geringer, so schätzt die Stadt, würden mit dem neuen System die ,Knöllchen’-Einnahmen: Hier kassierte die Stadt 2009 immerhin noch rund 240.000 Euro ein, künftig geht man von rund 200.000 Euro aus.

15:44
Nun, ich finde schon, dass Olpe inzwischen einiges zu bieten hat. Ein alternatives Schuhgeschäft könnten wir brauchen, aber ansonsten hat Olpe alles, was ich brauche. Die von mir bevorzugten Marken sind vertreten. Der einzige Unterschied ist, dass die Wege nicht überdacht sind, wie in der City Galerie oder im Sterncenter. Aber das kann ich so grade eben noch verschmerzen.
09:04
Olpe ist keine Einkaufsmetropole. Die allermeisten fahren zum shoppen nach Siegen. Das kostenfreie Parken in Olpe war der letzte echte Vorteil gegenüber Siegen. Diese Kassenautomaten werden eher negative Effekte auf den Einzelhandel haben. Positiv für die Stadtkasse, negativ für Einzelhandel und die Olper Bürger.
22:36
Ich finde das gut! Ich habe wirklich sehr große Probleme mit der alleinherrschenden Regierung unserer Stadt, aber diese Sache finde ich gut. So kann jeder selbst entscheiden ob er auf den attraktiven Innenstadt-Parkplätzen parken möchte oder lieber ein bisschen laufen in Kauf nimmt.
Ich würde mir jedoch wünschen, dass es auch die Möglichkeit gibt, länger als nur 3 Stunden zu parken - zum Beispiel in einem der Parkhäuser. Warum kein Kassenautomaten-System, das nach Stunden abrechnet? Längere Shoppingtouren mit Kaffee-/Eispausen könnten so möglich gemacht werden, ohne dass man die Einkaufstaschen irgendeinen Berg hochtragen muss.