Owusu Gyamfi kündigt viele Abschiede an
12.03.2009 | 20:55 Uhr 2009-03-12T20:55:03+0100Hagen. Die Saison zu Ende spielen, sich in der kommenden Woche zusammensetzen, die abgelaufene Serie gemeinsam mit Trainerin Marsha Owusu Gyamfi analysieren und dann die Zukunftsplanungen in Angriff nehmen. ...
... So hatte sich die Klubführung des Basketball-Damen-Zweitligisten Phoenix Hagen Ladies die nahe Zukunft vorgestellt. Doch es kam anders: In ihrem gestrigen Vorbericht auf das letzte Saisonspiel am Samstag um 17.30 Uhr gegen OSC Panthers Osnabrück (Halle Altenhagen) kündigte die Übungsleiterin der Ladies gleich mehrere Abschiede an. Die Ladies-Verantwortlichen waren - gelinde gesagt - irritiert.
"Corinna Kühl und Kirsten Hansen beenden ihre Zweitligakarriere und stehen somit für die Phoenix Hagen Ladies nicht mehr zur Verfügung. Genau wie Elisa Maat, die bereits vor zwei Wochen ihre Zweitligakarriere beendete", konnte man in dem von Owusu Gyamfi verfassten Text - zumindest am Vormittag - auf der Phoenix Ladies Homepage lesen. Und weiter: "Mit Sophia Mücke und Katja Lippmann verlassen zwei weitere Spielerinnen die Phoenix Hagen Ladies." Bis zu: "Die in der Weihnachtspause verpflichtete US-Centerin Keisha Moore wird aller Voraussicht nach ebenfalls nicht mehr für die Phoenix Ladies auflaufen." Am Ende heißt es: "Allen Spielerinnen wünschen die Phoenix Hagen Ladies für die Zukunft alles Gute."
1860-Abteilungschefin Sabine Kaminiski, die mit Carsten Froese den Beirat der Phoenix Ladies bildet, war baff, als sie Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann über die von der Trainerin verkündeten Personalien informierte: "Es kann doch nicht sein, dass wir so etwas aus dem Internet oder der Presse erfahren!" Die Passagen zur personellen Zukunft entfernte der Klub umgehend von der Homepage: "Weil es darüber ja noch gar keine Gespräche gegeben hat", so Herkelmann, der hofft, dass "nichts so heiß gegessen wie gekocht wird. Wir möchten alle Spielerinnen halten." Allerdings war im Vorfeld auch schon zur Ladies-Führung durchgedrungen, dass beispielsweise Sophia Mücke gehen will, falls Owusu Gyamfi als Trainerin ausscheidet.
Letzteres war - zumindest offiziell - bis gestern noch gar nicht sicher. Ob sich das mit den gestrigen Ankündigungen der Übungsleiterin geändert hat, dazu wollten sich weder Kaminski noch Herkelmann äußern: "Wir können Marsha ja nicht vorwerfen, vorgeprescht zu sein und dann das gleiche machen", so der Phoenix-Geschäftsführer. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ist indes jetzt kaum noch vorstellbar.
Abschiedsvorstellung So wird das morgige Spiel gegen den Tabellenzweiten Osnabrück, der die Play-offs sicher hat, wohl eine Abschiedsvorstellung werden - nicht nur für mehrere Spielerinnen. Mit einem Überraschungssieg nach dem Motto "jetzt erst recht" können die Ladies den neunten Platz sichern, unabhängig davon, wie Konkurrent Bielefeld spielt. Aber auch als Zehnter bleibt Phoenix aller Voraussicht nach zweitklassig. Wenn es keine böse Überraschung gibt. Aber davor ist man ja nie gefeit - siehe oben.

23:31
Wieso Überraschung?? Der Verbleib der meisten Spielerinnen, bzw. der Weggang ist doch seit Wochen bekannt und absolut kein Geheimnis. Wer das sagt sollte mal die Qualität seiner Quellen überprüfen. Die Frage ist doch höchstens, warum? Warum gehen denn die meisten Spielerinnen und warum weiß die Abteilungsleitung nichts davon?