Osteoporose kann durch Diäten in der Jugend ausgelöst werden
29.12.2009 | 09:47 Uhr 2009-12-29T09:47:00+0100
München. Viele junge Mädchen sind mit ihrer Figur unzufrieden und erlegen sich selbst einseitige Diätpläne auf. Dieses ungesunde Ernährungsverhalten kann sich Jahre später rächen, denn es fördert die Entstehung von Osteoporose im Alter.
Auch Untergewicht in jungen Jahren kann dazu führen, dass Frauen in fortgeschrittenem Alter ein erhöhtes Risiko für die Knochenerkrankung Osteoporose aufweisen.
Die Knochendichte nimmt im Laufe des Lebens ab
Der Körper ersetzt abgestorbene Zellen durch neue und baut so Knochenmasse auf. Mit zunehmendem Alter überwiegt jedoch der Abbau den Zuwachs, weshalb etwa ab dem 30. Lebensjahr die Knochenmasse bei Frauen langsam abnimmt. Erhält der Körper während der Aufbauphase, also in der Kindheit und Jugend, zu wenige Nährstoffe, kann er nicht so viel Knochenmasse produzieren wie bei einer gesunden Ernährung.
Auch fettarme Molkereiprodukte haben einen hohen Kalziumgehalt
Deshalb sollte man auch während einer Diät ausreichend Kalzium aufnehmen. „Gerade Mädchen und junge Frauen sollten nicht auf Käse, Joghurt oder andere Milchprodukte verzichten, wenn sie sich kalorienbewusst ernähren wollen“, erklärt Dr. Klaus König vom Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Fettarme und magere Molkereiprodukte haben laut dem Experten den gleichen Kalziumgehalt wie Vollmilchprodukte.
Während einer Diät braucht der Körper mehr Kalzium
Ein weiteres Problem ist, dass Diäten, einseitige Ernährung und Mangelernährung im Körper Substanzen freisetzt, die zu einer Übersäuerung des Organismus führen. Der Körper versucht dem entgegenzuwirken und benötigt hierfür Kalzium, das er aus den Knochen bezieht. „Mangelernährung in jungen Jahren kann also dazu führen, dass die maximale Knochendichte, die etwa mit 30 Jahren erreicht wird, dann deutlich niedriger ausfällt als bei Frauen, die sich ausgewogen ernähren“, warnt König.
Vitamin D für starke Knochen
Außerdem kann chronisches Untergewicht zu dauerhaft verminderten Östrogenspiegeln führen, was einen negativen Einfluss auf die Knochendichte hat. Neben Kalzium benötigt der Körper für den Aufbau gesunder Knochen eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Dieses Vitamin kann der Körper selbst erzeugen, wenn er genügend UV-Strahlen erhält. Mediziner raten deshalb, dreimal in der Woche für jeweils 20 Minuten Tageslicht zu tanken, und das auch im Winter. (sid)
02:31
Tageslicht im Winter enthält keine UVB-Strahlen. Keine UVB-Strahlen, keine Vitamin D Bildung.
Mehr zum Thema:
http://vegan.de/foren/read.php?152,451349
Ich frage mich ja immer ob mit einseitigen Diäten in der Jugend also ob das nicht irgendwie auch eine codierte Propaganda gegen vegane oder andere Formen der vegetarischen Kost ist. Denn ansonsten könnte man das Kind doch direkt beim Namen benennen: Essstörung. Dass essgestörte Mädchen (und es sind mehrheitlich Mädchen die die Aggression nicht gegen die Umwelt sondern gegen sich selbst richten) vielfache gesundheitliche Konsequenzen aus so einer Erkrankung zu tragen haben sollte nun niemand überraschen und wäre eigentlich in sich keine Meldung wert, es sei denn man verfasst konkret einen Artikel zu z. B. Anorexia Nervosa.