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Regionalliga: Gegen die...

Orlovs Abschied ein 4-Punkte-Spiel

11.12.2009 | 18:30 Uhr

Kreuztal-Ferndorf. In der vergangenen Woche gab es für die Ferndorfer die erste Heimniederlage der Saison: Gegen den OSC Rheinhausen verlor der TuS in eigener Halle mit 34:35.

„Wir haben uns dumm angestellt, das habe ich auch am Montag in der Nachbesprechung der Mannschaft gesagt”, so Caslav Dincic.

Der Ferndorfer Trainer hatte einmal mehr erleben müssen, wie seinem Team in den entscheidenden letzten Minuten die Cleverness fehlte. Gegen Rheinhausen (32:32) verwarf Ferndorf in letzter Sekunde einen Siebenmeter, in Wermelskirchen (28:30 aus Ferndorfer Sicht) produzierte der TuS kurz vor Schluss ein Stürmerfoul – und gegen den OSC vermisste Dincic in den letzten Minuten das Spiel über Außen.

Caslav Dincic im Prinzip sehr zufrieden

„Mirza Sijaric und Dennis Aust waren gut drauf, wir hätten sie weiter einsetzen müssen”, bilanzierte der Übungsleiter. Trotzdem war der Serbe „im Prinzip sehr zufrieden”. Es fehle zurzeit „einfach jemand, der in den entscheidenden Szenen die Verantwortung” übernehme. In den vergangenen Spielzeiten war das meistens Alex Orlov; der macht am Sonntag aber sein letztes Spiel für den TuS Ferndorf – und das wird ein ganz wichtiges. Um zu erklären, wie wichtig, warf Dincic einen Blick ins Jahr 2010.

„Das erste Spiel im neuen Jahr spielen wir in Lemgo, bei denen wird dann voraussichtlich Michael Binder spielen.” Der Bundesliga-Linksaußen soll der Lemgoer Reserve gelegentlich als Rückraumspieler und Abwehrspezialist aushelfen, beim bisher einzigen Regionalliga-Einsatz in dieser Saison erzielte er zehn Tore. Sollte Binder also auflaufen, dürfte das erste Spiel im neuen Jahr entsprechend schwerer für Ferndorf werden. Umso mehr gilt es für den TuS, die Bergischen Panther am Sonntag in Burscheid (Anwurf 17 Uhr) auf Abstand zu halten.

Der Aufsteiger, der zurzeit mit 12:16 Punkten als Neunter zwei Plätze hinter Ferndorf (14:14 Punkte) in Lauerstellung steht, ist Dincic bisher nur vom Saisonbeginn aus Videos bekannt.

Seitdem hat sich aber das Personalkarussell im Bergischen Land gedreht: Fabrice Voigt und Manuel Daun wurden Anfang November aus dem Kader geworfen, mit Kreisläufer Daniel de la Fuente (SG Langenfeld) und dem routinierten Mittelmann Frank Ferber (Longericher SC) holte der Verein zwei neue Spieler ins Boot. Die erzeugte Aufbruchstimmung spiegelte sich in den Ergebnissen wider: Gegen Hagen (36:33-Auswärtssieg), Ibbenbüren (36:26-Heimsieg) und Soest (27:21-Auswärtssieg) gelang den Panthern zuletzt eine Mini-Serie.

David Wellen mit Unfall an der Kreissäge

Nur zur Erinnerung: Ferndorf hatte in Hagen (33:38) und Soest (34:36) zwei Niederlagen einstecken müssen. Die Panther haben also zurzeit einen Lauf, Ferndorf muss sich auf ein umkämpftes Spiel einstellen. Das Wort „Druck” lässt Dincic trotzdem nicht gelten: „Als wir vorm letzten Oberliga-Spiel mit einem Punkt Vorsprung und zwei Ausfällen nach Altenhagen fahren mussten, hatten wir Druck. Wir müssen einfach konstanter spielen”, so Dincic. Die personellen Voraussetzungen für Konstanz sind allerdings suboptimal: Torwart David Wellen hatte unter der Woche einen Unfall an der Kreissäge, musste am Finger genäht werden und fällt voraussichtlich länger aus. Timo Blanz lag mit Grippe flach, musste Antibiotika nehmen. Nils Hambloch konnte nur einmal trainieren.

Positiv stimmt dagegen zweierlei. Erstens: Gegen Rheinhausen machte Hambloch sein bestes Spiel seit langem – und trainierte vorher auch nur einmal. Zweitens: Carsten Lange bestand unter der Woche die Belastungstests im Training und wird am Sonntag zur Verfügung stehen. Ein Spieler, der bereits gezeigt hat, dass er in wichtigen Momenten Verantwortung übernimmt, kehrt damit aufs Parkett zurück.

Micha Sommer

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