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Ordensfrau aus Schönau will in Indien Not der Ärmsten lindern

09.09.2007 | 03:27 Uhr

Schönau/Hofolpe (jk). Eigentlich ist Erholung, wenn man im 74. Lebensjahr steht, unabdingbar. Doch bei Ordensfrau Leonidis, geboren in Schönau und seit 37 Jahren Regionaloberin in der Missionsarbeit in Indien, ließen sich auch während des Urlaubs in ihrem

Die Ordensfrau mit dem bürgerlichen Name Johanna Grebe war aber auch gekommen, um Dank zu sagen für die zahllosen Unterstützungen und Geldspenden, die seit 37 Jahren ihren 16 Missionsstationen in Bangalore zufließen. Maßgeblich unterstützt sie dabei ihre Schwester Agnes Gröger in Schönau, unter anderem mit den monatlichen Türkollekten von mehreren hundert Euro.

Die Missions-Basar-Projekte in Hofolpe tragen ebenfalls seit 20 Jahren ihren Teil bei. Die Spenden setzt Schwester Leonidis dort ein, wo die Not und Armut in der Bevölkerung am deutlichsten sind. 160 einheimische Schwestern stehen ihr zur Seite. Und sie kann auf die Hilfe aus Deutschland zählen: Als ihr Tsunami-Hilferuf Schönau erreichte, da die Katastrophe eine ihrer Betreuungsregionen unmittelbar traf, konnten mit Geldern aus dem Sauerland schon bald 110 massive Häuser errichtet werden.

Vor ihrer Rückreise nach Indien war die Ordensfrau sichtlich bewegt: "Die Zahl der Aufgaben in der täglichen Hilfe ist vielfältig: in der Krankenpflege bei Lepra und Tuberkulose, bei ambulanter Pflege und Ernährungshilfen, bei der Ausbildung und Erziehung der Jugend, in den Kindergärten, Schulen und Internaten - um das Lebensschicksal der Ärmsten zu verbessern und Missständen, wie der Kinderarbeit, abzuhelfen." Sie selber hatte zu Beginn ihrer Tätigkeit vor 37 Jahren eine Leprastation gegründet und dort gearbeitet.

Ihr besonderer Dank galt in der letzten Woche den Kommunionkindern aus Schönau, Altenwenden und Elben sowie ihrer Nichte Irmgard Grebe-Quast in Schönau. Gemeinsam hatten sie alle am Palmsonntag kleine Kreuze aus Palmblättern verkauft, die von indischen Frauen hergestellt worden waren. Dankbar nahm Schwester Leonidis den großen Erlös mit nach Indien.

Zuvor musste sie aber noch offizielle Termine in München, Bonn und Paderborn für ihre Arbeit in der Ordensgemeinschaft der "Armen Dienstmägde Jesu Christi", der Dernbacher Schwestern im Westerwald, einhalten. Schließlich betreut sie auch 20 indische Schwestern, die zur Zeit in Deutschland tätig sind. In Indien ist sie eine bekannte und geschätzte Mitarbeiterin in der Weltmission bei den Tagungen und organisiert Treffen für den südostasiatischen Raum.

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