Opelaner aus Bochum wehrt sich gegen Zwangsversetzung nach Rüsselsheim
16.03.2011 | 16:33 Uhr 2011-03-16T16:33:00+0100
Bochum. Bei Opel in Bochum hat es erste Zwangsversetzungen nach Rüsselsheim gegeben. Nun hat sich ein 36-jähriger Monteur dagegen vor dem Bochumer Arbeitsgericht gewehrt. Insgesamt sind schon 120 Bochumer Opelaner zwangsweise in Rüsselsheim beschäftigt.
Bei Opel Bochum hat es erste Zwangsversetzungen nach Rüsselsheim gegeben. Ein Monteur (36) aus Bochum hat am Mittwoch vor dem Bochumer Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung dagegen erwirken wollen. Teilweise war er erfolgreich.
Am 22. Februar hatte der Monteur erfahren, dass er ab 14. März in Rüsselsheim Autos bauen soll, längstens bis 10. Juni. Er stand auf einer Liste mit Kollegen, die ebenfalls dafür ausgewählt wurden. Er protestierte, aber ohne Erfolg. Aus Angst vor einer Abmahnung oder Kündigung fuhr er dann am Montag zu seiner neuen Arbeitsstelle - 252 Kilometer weit. 2,5 Stunden war er unterwegs. Er wohne im 5-Sterne-Hotel in Wiesbaden, weil kein anderes frei sei, sagt er. Opel zahle das alles, plus 20 Euro Spesen am Tag.
Mitarbeiter mürbe machen
Am Dienstagabend kehrte der ledige Monteur nach Bochum zurück, um tags darauf gegen die Abkommandierung zu klagen. Er habe hier kranke Eltern, um die er sich kümmern müsse. Deshalb sei ihm Rüsselsheim nicht zuzumuten. Der Opel-Anwalt sagte jedoch: Bei Opel Bochum bestehe „eine brenzlige Situation“. Es gebe „erheblichen Personalüberhang“.
Am Ende einigten sich beide Seiten auf einen Vergleich: Der Monteur bleibt nur bis 22. April in Rüsselsheim und arbeitet danach wieder im Bochumer Werk.
Kläger-Anwalt Michael Dornieden glaubt: Opel wolle mit der Versetzung die Mitarbeiter mürbe machen, damit sie eine Abfindung unterschreiben.
120 Zwangsversetzungen nach Rüsselsheim
Wie der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel am Mittwoch auf WAZ-Anfrage sagte, seien bereits 120 Bochumer zwangsweise nach Rüsselsheim versetzt worden. General Motors habe ursprünglich dauerhafte Zwangsversetzungen geplant. Um „diese Problematik zu entschärfen“, habe man befristete Versetzungen ausgehandelt (längstens drei Monate). Die Betroffenen würden nach Alter, Qualifikation und Betriebszugehörigkeit ausgewählt. „Das geht nicht immer so ab, dass die Kollegen zufrieden sind.“ Weitere 40 Zwangsversetzungen werden geplant. 70 Bochumer Autobauer sind bereits freiwillig nach Rüsselsheim umgezogen - dauerhaft.
Insgesamt müssen im Bochumer Opelwerk nach Vorstellung von GM bis Ende 2011 noch 1200 Stellen abgebaut werden. Zurzeit gibt es dort, mit Partnerbetrieben, 5500.

21:29
lach, die GUTEN,und einer davon ist FB-1848:-P
18:47
heißt natürlich geblieben: sorry :-)
18:45
Die Guten sind gegangen, die Träumer sind gebieben
14:48
Opel ist in Bochum auf dem absteigenden Ast,
Rette sich wer kann.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit wenn das AUS kommt.
Opel ist schon jahrelang im Gespraech und haarscharf an der Klippe.
Bochumer findet euch, wie mit Nokia, damit ab.
Die Zeiten mit Opel und noch einigen anderen Werken in Bochum ist vorbei.
Wir in Bochum koennen bald nur noch mit Kultur bestehen. Und wie, mit einer Fiedelbude? Aber davon koennen nur wenige existieren.
Leider eine totale Fehlplanung unserer Stadtverwaltung.
13:47
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13:28
Was ist denn aus Bochumer sicht so schlimm an Rüsselsheim?
Ein fester Arbeitsplatz in Rüsselsheim ist doch besser als keiner in Bochum- Oder??
In Rüsselheim werden noch Autos gebaut, da ist Bochum schon lange dicht.
11:36
Ich sollte selber nach Rüsselsheim für 3 Monate versetzt werden! Jeder der nicht in dieser Situantion steckt und nicht weis was da im Bochumer Werk abgeht sollte solche Unqualifizierten Kommentare für sich behalten.Als aussen stehender kann ich immer rum tönen die verwöhnten Opelaner verdienen ja alle ein heiden Geld und leiden alle unter realitätsverlust. So ein Blödsinn hab ich schon lange nicht mehr gehört.Ich hab aufgegeben und es geht mir besser als je zuvor . Ich muss nur an meine Kollegen denken die dem Druck noch ausgesetzt sind. Ich kann aus eigener erfahrung sagen das es bei Opel wie viele denken nicht der gelobte Arbeitgeber . In Bochum gehen bald die Lichter aus, das wollen einige nicht wahr haben. Ich hebe eine neue Chance bekommen und sie ergriffen.An den armen Beamten der den ersten kommentar hier abgegeben hat, dieser Kommentar war sowas von am Thema vorbei das gibt es gar nicht. Niemand der bei Opel arbeitet oder gearbeitet hat in den letzten jahren kann sich vorstellen was da im Werk vor sich geht.Bevor man so ein mist schreibt, erst denken dann schreiben oder gar nichts schreiben!
11:13
Opel Bochum hat keine Zukunft. In absehbarer Zeit wird dieser standort Geschichte sein!
10:55
#4
Was wollt ihr denn machen?
Welche Chancen hat denn Opel Bochum für die Zukunft?
Welche Konzequenzen zieht ihr denn aus den Zukunftperspektiven?
10:03
ja ja
ihr würdet ja sofort und ohne widerstand freiwillig mitmachen
das ich nicht lache.
und vorallen dingen warum nur für 3 monate die versetzung????
und nach drei monaten kommt der nächste dran.
das ist was mich daran stört.
wenn es doch heißt in bochum ist personal überkapazität dann verlagere ich für dauerhaft einen teil.
aber nicht für je drei monate.
also wird doch von geschäftsseite gelogen.
und kadett1960
lustig ihr kommentar
sie würden sofort eine abfindung nehmen und das unternehmen verlassen.
und sich dann einen neuen job suchen bzw arbeitslos melden.
nicht wahr!!!!!!!!!