Ohne die Politik keine Sparautos
19.08.2012 | 17:10 Uhr 2012-08-19T17:10:00+0200
150 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 wird die millionenstarke Golf-Flotte der nächsten Generation im Laufe ihres Lebens in die Luft pusten. Rechnet jedenfalls Greenpeace vor. Da lohnt es sich für die Umweltschützer, vom Volkswagen-Konzern jeden möglichen Zehntelliter Minderverbrauch einzufordern.
Klar ist bereits jetzt, dass auch der neue Golf kein Drei-Liter-Auto werden wird, zumindest nicht in seinen Basisausführungen. Klar sind auch die Gründe dafür: Extra-Sparsamkeit ist beim Neuwagen nur sehr bedingt sexy für den Kunden. Und für Wenigfahrer sind die 1000 Euro Aufpreis, die pro eingespartem Liter auf 100 Kilometer fällig sind, schlicht unwirtschaftlich. So baut VW wie alle anderen Hersteller auch grundsätzlich nicht das Auto, das am besten mit dem Sprit umgeht. Sondern das, das sich am besten vermarkten lässt. Sparen um jeden Preis verkauft sich nicht – siehe Elektrowagen und Hybridfahrzeuge.
Es müssen Anreize für Minimalverbrauchsautos geschaffen werden
Anreize für Minimalverbrauchsautos müssen daher von der Politik kommen – entweder über Strafabgaben auf den CO2-Ausstoß oder spürbarere Kaufanreize.
14:44
dürften "Anreiz" genug sein sich für ein sparsames Modell zu entscheiden. Aber das größte Sparpotential liegt immer noch bei jedem Autofahrer selbst. Wenn dieser das Auto entsprechend fährt, sich an die sparvorgaben hält ist auch ein Durchschnitts Auto sehr schnell 20% und mehr sparsamer Unterwegs.
Es liegt nicht immer in der Politik. Denn der Verbraucher will immer stärkere Wagen fahren, da wird es schwer für die Hersteller die Mehrleistung mit einer Verbrauchsreduzierung umzusetzen.
Die Politik kann eigentlich nur eins machen, ich weiß jetzt schreien alle „Geschwindigkeitsfanatiker“ auf. Ein generelles Tempolimit. Dann würde allein dadurch der Verbrauch schon sinken (dazu der positive Nebeneffekt, dass es auf den Autobahnen sicherer zugeht)...