Ohne die Politik keine Sparautos

VW Golf auf einer Automesse in Shanghai: Die nächste Generation des Bestsellers soll Ende September in den Handel kommen.
VW Golf auf einer Automesse in Shanghai: Die nächste Generation des Bestsellers soll Ende September in den Handel kommen.
Foto: AFP

150 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 wird die millionenstarke Golf-Flotte der nächsten Generation im Laufe ihres Lebens in die Luft pusten. Rechnet jedenfalls Greenpeace vor. Da lohnt es sich für die Umweltschützer, vom Volkswagen-Konzern jeden möglichen Zehntelliter Minderverbrauch einzufordern.

Klar ist bereits jetzt, dass auch der neue Golf kein Drei-Liter-Auto werden wird, zumindest nicht in seinen Basisausführungen. Klar sind auch die Gründe dafür: Extra-Sparsamkeit ist beim Neuwagen nur sehr bedingt sexy für den Kunden. Und für Wenigfahrer sind die 1000 Euro Aufpreis, die pro eingespartem Liter auf 100 Kilometer fällig sind, schlicht unwirtschaftlich. So baut VW wie alle anderen Hersteller auch grundsätzlich nicht das Auto, das am besten mit dem Sprit umgeht. Sondern das, das sich am besten vermarkten lässt. Sparen um jeden Preis verkauft sich nicht – siehe Elektrowagen und Hybridfahrzeuge.

Es müssen Anreize für Minimalverbrauchsautos geschaffen werden

Anreize für Minimalverbrauchsautos müssen daher von der Politik kommen – entweder über Strafabgaben auf den CO2-Ausstoß oder spürbarere Kaufanreize.