Obst- und Gartenbauverein Hünsborn wird 75 Jahre "jung"
20.06.2007 | 09:25 Uhr 2007-06-20T09:25:09+0200Hünsborn. Obst und Kräuter im eigenen Garten, Äpfel und Birnbäume an den Straßenrändern: Das alles gehörte früher zum Hünsborner Dorfbild wie die Kirche. Heute ist es das Verdienst des Obst- und Gartenbauvereins, dass diese Traditionen nicht gänzlich in V
Der von Klaus Jürgen Gleibs geleitete Verein kann auf sein 75-jähriges Bestehen zurückblicken. Gefeiert wird am Sonntag, 24. Juni, auf dem Schulhof der Hünsborner Grundschule. Vier Obst- und Gartenfreunde riefen den Verein am 5. Februar 1932 in der Gastwirtschaft Wilmes ins Leben.
Ursprünglich hatte der Bürgermeister dazu aufgerufen, einen Obstbaumverein für das gesamte Amt Wenden zu gründen. Doch in Rothemühle, Hillmicke, Gerlingen, Wenden, Ottfingen und auch in Hünsborn stieß dieser Plan nicht auf Gegenliebe. Die Orte wollten eigene Vereine - und bekamen sie auch. Erster Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Hünsborn wurde Wilhelm Quast. Auf 10 Pfennig pro Monat belief sich damals der Mitgliedsbeitrag.
Nachdem der Verein im Gegensatz zu manch anderer Gruppierung die Wirren des Zweiten Weltkrieges überstanden hatte, erlebten die Hünsborner Obst- und Gartenbaufreunde im Jahr 1954 ihren größten Aufschwung: Unter dem Vorsitz von Hauptlehrer Josef Schäfer zählte ihr Verein mehr als 100 Mitglieder.
Immer wieder trug der Obst- und Gartenbauverein zur Verschönerung des Dorfes bei - so auf dem Kirchplatz, auf dem Friedhof und am Weg dorthin, am Ehrenmal und in der Uhlengasse.
Und beim Dorfwettbewerb, der bis vor kurzem noch "Unser Dorf soll schöner werden" hieß, liefen die Vereinsmitglieder regelmäßig zu Hochform auf. Im Jahr 1990 wurde der Obst- und Lehrgarten ausgebaut, zwei Jahre später kam der Verein beim Umweltpreis der Gemeinde Wenden auf Platz zwei.

0mitdiskutieren