OB Adolf Sauerland führt seine Stadt nicht - er spaltet Duisburg
10.02.2012 | 17:55 Uhr 2012-02-10T17:55:00+0100
Duisburg.Am Sonntag geht es in Duisburg nicht allein um die Person Adolf Sauerland. Erst recht nicht um CDU oder SPD. Diese Wahl ist keine politische, sondern eine moralische. Es geht um die Aufarbeitung des Skandals der Loveparade. Es geht darum, dass den Angehörigen und dem Andenken von 21 Toten Gerechtigkeit widerfährt.
Adolf Sauerland ignoriert den Zorn seiner Stadt
Die Entscheidung über Adolf Sauerland ist historisch. Erstmals in der Geschichte NRWs hat es ein Oberbürgermeister geschafft, seine Bevölkerung derart gegen sich aufzubringen, dass zigtausend Menschen ein formelles Abwahlverfahren in Gang setzen konnten. Herr Sauerland sieht sich selbst als Opfer, spricht voller Selbstmitleid von einer „sozialistischen Kampagne“ und einer „Hetzjagd“ der Presse. Damit stellt er erneut unter Beweis, wie sehr er den Kontakt zur Wirklichkeit verloren hat. Er hört nicht den zornigen Protest, versteht keine Kritik, fühlt nicht die verletzte Seele seiner Stadt.
Zur Erinnerung: Opfer waren die Menschen, die im sommerlich schönen Duisburg fröhlich feiern wollten und dann sterben mussten oder schwer verletzt wurden, weil die Stadt zu einer schlampig vorbereiteten Massenparty eingeladen hatte. In der Stunde dieser Katastrophe hatte Sauerland völlig versagt, als er den Todesopfern selbst die Schuld an ihrem Schicksal zusprach. Die Loveparade war eine Todesfalle, die niemals hätte genehmigt werden dürfen.
Für den Duisburger OB Sauerland muss man sich schämen
Artikel, Fotos, Videos und ausgewählte Beiträge zur Loveparade in Duisburg und den Folgen – etwa zur Abwahl von Adolf Sauerland als OB und dem politischen Neuanfang in Duisburg – finden Sie auf unseren fünf Spezialseiten.
Der Oberbürgermeister hätte für die vielen Schuldigen die moralische Verantwortung übernehmen und zurücktreten müssen. Damit hätte er Anstand bewiesen, eine Tugend, die gerade in Duisburg hoch geschätzt wird. Doch in der Zeit der schlimmsten emotionalen Erschütterung zeigte er Feigheit. Außer hilflosem Schweigen oder peinlichen Floskeln hatte Sauerland nichts zustande gebracht.
Nein, man musste sich für seine Auftritte schämen, zum Teil bis zum heutigen Tag. Statt zu trösten und die Wunden im Lebensgefühl der Stadt zu heilen, verstrickte er sich in Widersprüchen, versuchte seine Hände in Unschuld zu waschen. Irgendwann, so hofften viele, muss das Fass doch überlaufen und der Oberbürgermeister abtreten. Stattdessen wurde Sauerland zur tragischen Symbolfigur für den gewissenlosen Sesselkleber. Nun haben die Duisburger das Wort. Die Hürde für die Abwahl ist sehr hoch.
Aber schon der Massenprotest macht klar: Adolf Sauerland führt seine Stadt nicht, er spaltet sie.

20:17
HURRA; HURRA DER CHARAKTERLOSE OB SAUERLAND IST NICHT MEHR DA...
H. Sauerland, der die politische Verantwortung für 21 Tote und 500 Verletzte der Love-Parade hatte und auf Druck sich erst nach einem Jahr bei den Angehörigen der Menschen entschuldigte und die moralische Verantwortung übernahm ist heute mit ca. 130.000 Stimmen (das Quorum war 91.250) abgewählt worden und in Duisburg kann ein Neuangang mit Wahlen gemacht werden
(21.000 stimmten für ihn)
Ich glaube wir lernen langsam von der Schweiz und bin happy!!!
03:30
Die Entscheidung der LP-Organisatoren, auf der ersten PK nach der Katastrophe den Opfern die alleinige Schuld für deren Verletzungen oder Tod in die Schuhe zu schieben, war meines Erachtens im Rückblick und auch nach dem Erdulden vieler Kommentare von AS-"Fans", die heute immer noch meinen, diese Tragödie wäre nur ein Resultat von Drogen, Homosexualität und "arbeitsscheuem Lotterleben", keine spontan-emotionale Reflexhandlung oder durch Unwissenheit verursachte Fehlleistung, wie von AS und seinen Handlangern seitdem immer wieder behauptet wurde.
Nach allem, was wir heute aus mannigfaltigen Untersuchungen und Recherchen wissen, *mussten* die Verantwortlichen zumindest im stillen Kämmerlein für sich allein darüber reflektiert haben, dass es an diesem Ort und unter den genehmigten Prämissen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für nicht eingeplante Zwischenfälle gab.
Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich damals völlig irritiert auf der PK hören musste, wie ein AS zusammen mit seinen anwesenden Kumpanen und Schaller eine in sich logische und vor allem *fertige* Story zu den vermeintlichen Ursachen präsentierte, obwohl die gesamte Berichterstattung drumherum von einem undurchsichtigen Chaos sprach und schrieb. Auch die anwesenden Journalisten waren völlig baff über so eine "schnelle" Aufarbeitung nur wenige Stunden nach der Katastrophe, als es weder Obduktionsergebnisse noch verwertbare Zeugen- oder Polizeiberichte gab.
All die seitdem verfassten Kommentare aus dem Sauerland-Umfeld, in denen die AS-Fans trotz aller Fakten ihr eigenes erzkonservatives Wertebild mit der Mär vom "zugedröhnten Selbst-Schuldsein" aufrecht erhalten wollen, bringen mich zu der Überzeugung, dass sich auch ein AS schon im Vorfeld ein gedankliches Template für den "Fall der Fälle" zurecht gelegt hatte und sich der Zustimmung seiner Anhänger dabei sicher sein konnte.
Auch wenn ich morgen nicht selbst wählen darf - viel Glück und gutes Gelingen!!!
00:05
dann ist Schicht im Schacht.
Adolf S. wird dannn zum Adolf S. dem Verdächtigten.
Und bald zu dem Verurteilten.
Die Staatsanwaltschaft besinnt sich dann vielleicht?
Schön wärs.
12.2.Abwahl des OB Darstellers.
23:27
Ich hoffe, dass sich nach der morgigen Entscheidung durch die Wähler, die 5. Kolonne der SPD ein neues Betätigungsfeld suchen muss.
Wenn Sie schon mit dem Begriff "5. Kolonne" hantieren, dann informieren Sie sich vorher über dessen Bedeutung. Die BI war in keiner Weise subversiv, sondern hat öffentlich mit von Ihren Gesinnungsgenossen viel beklagter Pressebegleitung gearbeitet.
17:08
Wir alle werden sehen, was morgen passiert....
Meine Vermutung: Quorum wird nicht erreicht... Ende der Geschichte. BI löst sich auf oder sucht sich andere Themen.
Die Umsiedlung wegen des FOC Parkplatz ist doch ein Thema für die Moralritter Steegmann und sooo....
Glauben sie wirklich, dass bei einer gescheiterten Abwahl alles vorbei wäre? Nein, denn das "Übel" sitzt immer noch an Ort und Stelle und fühlt sich dann zusätzlich bestätigt. Nicht die vielen Toten und Verletzten. Nein, er ist das eigentliche Opfer.
Armes Duisburg!
Nach der Abwahl (egal mit welchem Ausgang) muss endlich Ruhe in das Thema einkehren.
Wenn AS im Amt verbleibt, dann haben das die MEHRHEIT der Duisburger so gewollt und es geht weiter.
Die LoPa wird niemals in Vergessenheit geraten aber sie darf unsere Stadt auch nicht weiter lähmen.
...mit Sauce! Wenn das Quorum nicht erreicht wird bedeutet das nicht im Umkehrschluss, das die Mehrheit der Bürger den OB behalten will!
Wie auch 74.000 Wähler, die Sauerland seinerzeit gewählt haben, nicht die wirkliche Mehrheit waren.
Die wirkliche Mehrheit ist wahlmüde, bleibt zuhause und ist frustriert und denkt mittlerweile "man kann ja doch nix ändern..." und das ist SUPER schade! Das zeigt eine Wahlbeteiligung von knapp 46 Prozent bei der Kommunalwahl! Kein Wunder bei so Sesselklebern...
Wie auch bei einer Wahlbeteiligung von 46% ein Stimmenateil von 30% für die CDU real nur ca. 15% entspricht. Von wegen "Volkspartei uns so! Sie verstehen... ;-)
Lieber Herr Egal....
wenn wir so an die Sache gehen müssten wir viele Wahlen anzweifeln...
Fakt ist das es morgen diese ca. 910000 Stimmen geben muss... ENDE...
Und an der Wahlmüdigkeit ist AS genauso dran schuld wie an der Eurokrise. Nämlich gar nicht... Das passiert leider auf der großen Bühne.
Die 500€ mehr fürn Herrn Jäger landen hoffentlich bei der unpolitischen und parteilosen BI....
@mitleser2000
Fakt ist das es morgen diese ca. 910000 Stimmen geben muss... ENDE...
Äh, wählt das ganze Ruhrgebiet..Fakt..Ende..;-)
Entschuldigen Sie alle diesen Fehler... das macht die Abwahl ja noch unmöglicher...
natürlich meine ich 91.000 Stimmen...
15:54
Das war ja wohl noch fällig nach Schmeer und Klümper:
Der ultimative Rundumschlag des ausgewiesenen Scharfmacher und Sauerland-Hasser Oppers.
15:05
Ich habe mir schonmal Bier eingekauft für Morgen!!! Es scheint ja was zu feiern zu geben !!!HAHAHA
Nicht das der Hund noch uns beklaut ,wenn er aus dem Rathaus geworfen wird!!!
Taschen bitte kontrollieren!!! Nicht eine Scheibe Brot darf dieser Typ mitnehmen.Und er darf nach Hause laufen!!! Dienstwagen bleibt stehen!_!_!Verbrecher!!!
13:28
Bei dieser Diskussion kommt eines immer zu kurz, nämlich das Amt als Funktion und seine Beschädigung durch den Inhaber. Das Amt ist nicht nur das des obersten Verwaltungs-Chefs, sondern auch das des obersten Repräsentanten der Stadt. Hier gilt die ungeschriebene Regel, dass die Würde des Amtes immer über der Person des Amtsinhabers steht. Die Würde des Amtes ist in Duisburg keinesfalls mehr gegeben. Welchen Grund hatten Willy Brandt, Margot Käßmann, Horst Köhler oder selbst Richard Nixon zurück treten sollen ? Sie sind,- der Letzte ziemlich spät- zurück getreten, weil ihr weiterer Verbleib im Amt zu einer Beschädigung desselben geführt hat. Wenn hier über Mehrheiten gesprochen wird, bzw. 25% der Wahlberechtigten, ist dieses eigentlich schon eine zu hohe Hürde. Der Oberbürgermeister einer Stadt muss die Fähigkeit haben, der Repräsentant aller Bürger zu sein, egal aus welcher Partei er kommt. In seinem Amt einen sich alle politischen Interessen auf einem gemeinsamen Nenner, den er gestaltet. Wenn man dieses nicht mehr kann, beschädigt man das Amt. Klar gibt es immer eine Gruppe, die gegen einen OB aktiv kämpft. Bei 20% ist aber eine grenze, wo sich der Inhaber fragen muß, ob er noch alle Bürger der Stadt repräsentiert. Im täglichen Leben ist es doch genau so. Wenn ich eine Party gebe und überlege jemanden einzuladen, bei dem ich weiß, dass von den 50 Gästen dann 5 gar nicht kommen, oder gehen wenn er kommt, dann lade ich ihn nicht ein. Hier überlege ich doch auch nicht, ob 51% der Gäste bleiben und seine Einladung so in Ordnung gewesen wäre...
Eine sehr präzise und klare Stellungnahme.....gefällt mir und ich stimme dem zu
Ihrem und dem auslösenden Kommentar von Herrn Oppers stimme ich voll zu. Beide sprechen mir aus der Seele.
Ich kann Ihnen in allen Punkten nur beipflichten.Besser hätte ich es nicht schreiben können.Er hätte das Amt sofort abgeben müssen.
13:05
Überall gibt es Probezeit und befristete Jobs.
Der Job von A.S. ist auch befristet. Aber wenn Mist gebaut wird, bleibt man mal so einfach im Amt sitzen und kassiert weiter (siehe Wulff etc.).
ALLE schnauzen sie immer über solches Verhalten.
WIR Bürger bekommen nun die Möglichkeit, solche missratene Verhaltensweisen ein Ende zu machen und auch Zeichen an alle anderen Politiker zu setzen; sie alle sollen merken "Ich kann nicht tun und lassen was ich will; ich habe eine Verantwortung, Pflicht und Moral. Halte ich mich nicht dran, erhebt der Bürger seine Stimme."
Erhebt eure Stimmen und redet nicht zuviel. Duisburg hat die Wahl!
12:04
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