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Nutzer schimpfen auf Castingshows - DSDS hat keine Moral

08.11.2012 | 16:57 Uhr
Nutzer schimpfen auf Castingshows - DSDS hat keine Moral
Während unsere Nutzer an Dieter Bohlen kein gutes Haar lassen, kommt Daniela Katzenberger besser weg.

Essen.  Der Ex-Grimme-Chef Bernd Gäbler bezeichnet die allgegenwärtigen Stars und Juroren der Castingshows als „hohle Idole“. Unsere Nutzer sind der gleichen Ansicht und diskutieren über die Gründe und Auswirkungen der Castingshowschwemme.

Entweder liebt man Castingshows oder man hasst sie. Liest man die Kommentare unserer Nutzer, dann gewinnt man den Eindruck, dass die mediale Talentsuche oder Doku-Soaps im Ruhrgebiet recht unbeliebt sind. Kaum ein Nutzer lässt ein gutes Haar an diesen Formaten. Am besten kommt noch die „Kultblondine“ Daniela Katzenberger weg, denn die stehe laut dem Nutzer BigManitou noch irgendwie für gelebte Familienwerte.

Respekt und Moral sind verloren gegangen

Es scheint, als ob Dieter Bohlen tief im Westen kaum Freunde hat. „Wenn man diesem Menschen mal zuhört, merkt man sehr schnell, dass er weder etwas von guter Musik oder von komplexerer Musiktheorie etwas versteht“, schreibt Erpunktkapunkt.

Kann man dem DSDS-Chefjuror jedoch die alleinige Schuld für das schlechte Niveau der Castingshows anlasten? Erpunktkapunkt hat noch mindestens zwei weitere Schuldige ausgemacht: Die Kandidaten und die Zuschauer. „So lange es noch Menschen gibt, die sich darauf freuen, wenn andere in der Öffentlichkeit gedemütigt werden, so lange wird sich an diesen Shows wenig ändern“, meint der Nutzer.

Daniela Katzenberger kommt bei unseren Nutzern noch am besten weg

Abstrakte Begriffe wie Werte und Moral oder besser der Verlust der selbigen sind ein großes Thema in der Diskussion. Für den Nutzer astor97 illustriert die Popularität solcher Sendungen vor allem, dass „Wertevermittlung und gegenseitiger Respekt verloren gegangen sind .“

„Den Kindern und Jugendlichen wird täglich vor Augen geführt, dass sich nur der schnelle mediale Erfolg lohnt“, schreibt Partik. In einem langen Kommentar macht der Nutzer seinem Ärger Luft: „Klassische Erfolgswege werden unattraktiv , der reale Alltag als Weg zum beruflichen Erfolg von vielen als überholt und spießig empfunden.“

Konkurrenzdenken ist ein großes Problem

Als höchstproblematisch sieht Partik das extreme Konkurrenzdenken an, das in den Castingshows vermittelt wird. „Den Jugendlichen wird beigebracht, dass zum Erfolg eine gnadenlose Konkurrenz gehört. Dummerweise besteht die vorgelebte Konkurrenz aus Zickerei, Theater, und Hinterhältigkeit dem Konkurrenten gegenüber.“

„Das Problem scheint mir tiefer zu liegen“, meint holmark. „Junge Menschen brauchen zu ihrer Entwicklung Vorbilder, Werte und Idole. Leider ist es aber so, dass etliche Eltern nicht Vorbilder sind und sich an der Erziehung ihrer Kinder nicht beteiligen (wollen oder können). Dann suchen sich die Kinder halt anderswo ihre Vorbilder.“

Für Otto_Normalverbraucher steht fest, dass „diese Art Shows schon immer genau einen Wert vermittelt haben: Mit möglichst niedrigem Budget, möglichst lange zu senden, um möglichst viel Werbung in der Zeit zu verkaufen!“

Miriam Lessmann


Kommentare
09.11.2012
07:18
Nutzer schimpfen auf Castingshows - DSDS hat keine Moral
von eidaisserjawieder | #3

schon eigenartig

schimpfen auf die shows
hochen abba sabbernd vor der glotzt und warten auf die naechste entgleisung von dieter
oder den naechsten idioten der sich blamiert

den anders kommen die zuschauerzahlen nicht zu stande!

09.11.2012
02:08
Zukunftsmusik
von bearny67 | #2

Wer hat gleich nochmal die 152. Staffel von DSDS gewonnen? ööööhm...
Aber die Geistvisualisierung von Herrn B. war klassseeee!
War der so oder spielte der nur so dämlich?
Wurde damals auch schon gedroht, Kind, lern ordentlich, sonst landest Du in der Show?

Ein Kommentar aus dem Jahre 2132

08.11.2012
19:24
Nutzer schimpfen auf Castingshows - DSDS hat keine Moral
von Pucky2 | #1

Denn obigen Kommentaren im Artikel kann ich nur zustimmen.

Das Schlimme dabei ist, dass der gesellschaftliche Schaden nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Das Menschen- und Gesellschaftsbild dieser Sendungen bleibt in den Köpfen.

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