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Basketball-Bundesliga:

Nur in Spanien sehen mehr Fans zu als in BBL

29.09.2010 | 18:23 Uhr
Nur in Spanien sehen mehr Fans zu als in BBL
Samstag startet Phoenix Hagen in die Basketball-Bundesligasaison. Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.Nach der durch die Brandt-Insolvenz bedingten Fünfjahres-Pause ist Hagen mit Phoenix im Vorjahr in eine boomende Basketball-Bundesliga zurückgekehrt. Vor der morgen startenden 45. Spielzeit der Eliteklasse freut man sich dort über beachtliche Steigerungsraten bei Besucherzahlen und Etats.

Fast verdoppelt haben sich die Klub-Etats in den letzten fünf Jahren, die Zuschauerzahlen stiegen um ein Drittel. In der Saison 2004/05, der ersten Bundesliga-Spielzeit nach 38 Jahren ohne Gründungsmitglied Hagen, hatten die 18 Vereine 34,1 Millionen Euro zur Verfügung, jetzt sind es 60 Millionen. Bei Phoenix ist das Budget angesichts der Sonderleistung von 600 000 Euro im Vorjahr für die Halle in Hohenlimburg zwar nicht gestiegen, man muss mit 1,3 Millionen auskommen. Doch Geschäftsführer Oliver Herkelmann betont auch: „Mit dem Etat sind wir auf dem Top-Niveau aus Brandt-Zeiten.“

Wobei er gleichzeitig auch auf die ständig steigenden Strukturkosten verweist, die die Liga durch höhere Standards in Sachen Geschäftsstelle, VIP, Catering und Jugendförderung vorgibt oder die in modernen Sportarenen - etwa beim steten Parkett-Auf- und abbau - anfallen. Insgesamt ist Herkelmann indes sicher: „Die BBL hat in den letzten Jahren einen riesengroßen Sprung gemacht.“ Der sukzessive Umzug der Klubs in große, moderne Sport-Arenen ließ in fünf Jahren die Besucherzahlen kontinuierlich um 33 Prozent auf 3888 im Schnitt ansteigen. Herkelmann: „In Europa sind das hinter Spaniens erster Liga die zweitmeisten Zuschauer.“ Auch Phoenix kann gegenüber den 2596 Fans im unkomfortablen Provisorium an der Färberstraße auf eine weitere Steigerung hoffen, wenn man gegen Meister Bamberg in der Dortmunder Westfalenhalle (8. Oktober) und ab Ende Oktober in der ausgebauten Ischelandhalle antritt.

Sehr gelegen kommen der Liga um Geschäftsführer Jan Pommer auch die Ambitionen des bisherigen Zweitligisten FC Bayern München. Der Aufstieg des von Klubpräsident Uli Hoeneß („Basketball wird mein zweites Leidenschafts-Standbein“) geförderten und von Bundestrainer Dirk Bauermann zusammengestellten Star-Ensemble gilt als ausgemacht. Und im Oberhaus würden die Bayern mit offenen Armen empfangen. Auch Herkelmann ist sicher: „Das würde die Attraktivität der Liga gerade in den deutschlandweiten Medien steigern.“

Axel Gaiser

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