Nicht mein Geschmack
05.11.2007 | 20:30 Uhr 2007-11-05T20:30:36+0100Was ich im Schwimmbad so alles schlucken muss.
Morgengrauen, Schmerzen in allen Gliedern, unfreundliche Beckengenossen - man erlebt beim Schwimmen einiges, das der Sportbegeisterung zusetzt. Und doch habe ich es handgezählte fünfmal geschafft, mich morgens aufzurappeln und ins Becken zu stürzen. Inzwischen bin ich sogar bei 80 Bahnen angelangt. 80! Das sind zwei Kilometer!Wenn ich nur meine Geschmacksnerven ausschalten könnte. Als sportlicher Schwimmer tauche ich den Kopf bei jedem Zug unter Wasser. Und schmecke - Chlor. Schön chemisch, schön sauber. Die verschiedenen Duschgel-Noten kann ich zur Not ignorieren. Schmeckt zwar seifig, aber ich weiß, dass zumindest ein Mitschwimmer gründlich geduscht hat. Doch was ist mit dem Rest? Mit den merkwürdig-kräuterigen Geschmäckern? Wo kommen die her? Warum muss ich die auf nüchternen Magen ertragen? Egal: Mund zu und durch - auch wenn meine Freundin letztens einen Bericht über eine neue Studie gesehen hat. Mindestens einer von zehn Hallenbadbesuchern soll danach beim Schwimmen ins Wasser pinkeln. Am schlimmsten soll es in München sein, gefolgt vom Ruhrgebiet. Ich schwimme weiter. Und frage mich: Gehört Moers zum Ruhrgebiet?
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