Nicht jedes Tier für jeden Zoo
27.08.2012 | 18:51 Uhr 2012-08-27T18:51:00+0200
Nordrhein-Westfalen hat die höchste Zoodichte. Weltweit. Das mag historisch seine Berechtigung haben. Im größten Ballungsraum Europas sollten die Menschen etwas über Panther, Tiger & Co erfahren. Lange vor der Zeit als Auto oder S-Bahn in jeden Winkel fuhren. Bevor Bernhard Grzimek die Serengeti via Fernsehen in jeder Wohnstube erstrahlen ließ.
Die Idee war sympathisch. Inzwischen haben wir viel gelernt. Über Artenschutz und Artensterben, über tiergerechte Haltung und Tierquälerei. Ein Umdenken wäre zeitgemäß.
Bestand reduzieren, Gehege vergrößern
Nicht jeder Zoo im Ballungsraum Ruhrgebiet muss jedes Tier vorstellen. Positive Ansätze sind bereits zu erkennen. Duisburg hat als einziger Zoo Pandas, Bochum hat die Großtiere abgeschafft, Gelsenkirchen verzichtet auf Elefanten. Das Modell erscheint ausbaubar: Münster stellt die Tierwelt Afrikas vor, Duisburg die Südamerikas, Gelsenkirchen widmet sich Asien. Zum Beispiel. So könnte man den Bestand reduzieren, die Gehege vergrößern und die Besucher sehen weiterhin Panther, Tiger & Co in NRW.

10:12
Frau Wölke,
Duisburg ist bestimmt nicht der einzige (deutsche) Zoo mit Pandas - wenn ich mal davon ausgeh, das Sie die kleinen Pandas meinen. Die großen Pandas gibt/gab es in Berlin.
Das alleinstellungsmerkmal vom Duisburger Zoo sind die Koalas. ;)
19:38
Die erste Frage sollte lauten: Wie lange gibt es den Zoo schon?
Die zweite Frage: Wieviel Todesfälle, ausgelöst durch Wildtiere?
Die dritte Frage: Wieviele Todesfälle Bundesweit durch Wildtiere?
Dazu noch eine Feststellung. Wann werden Tiger und Co in der Wildnis ausgerottet sein?
Wo doch jetzt wieder ein generelles Verbot für Zoos verlangt wird.
Beantwortet man all diese Fragen, dann kommt unter dem Strich eines heraus.
Wir brauchen die Zoos, die Zoos sind sicher, und tragische Unfälle kann man nun mal nicht ausklammern.
Ps.: Mal überlegen, wieviele Groß-Säugetiere einen Pfleger glatt tottrampeln könnten.
Gruß