Neue Kunstrasenplätze in Bleche und Schreibershof
25.10.2007 | 21:15 Uhr 2007-10-25T21:15:28+0200Drolshagen. Grünes Licht für den Bau von neuen Kunstrasenplätzen in Bleche und Schreibershof. Die Stadtverordnetenversammlung Drolshagen beschloss am gestrigen Abend nach langer Diskussion, die beiden Projekte finanziell zu unterstützen.
Der SC Bleche/Germinghausen und der FC Schreibershof 1960 bekommen damit neue Sportstätten. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss gestern mit 16 Ja-Stimmen und sieben Gegenstimmen, einen Baukostenzuschuss zu gewähren. Der sieht Folgendes vor: Die Stadt beteiligt sich mit insgesamt 200 000 Euro je Platz an den Baukosten. Die Gesamtkosten für den Platz in Schreibershof sollen sich auf 305 000 Euro belaufen. 84 500 will der Verein an Eigenleistung aufbringen, 20 500 Euro soll der Kreis Olpe bezuschussen. Für den Platz in Bleche werden 340 000 Euro an Kosten anfallen. Der Verein will sich mit 119 500 Euro beteiligen, 20 500 sollen vom Kreis kommen.
Dem gestrigen Entschluss der Stadtverordnetenversammlung ging jedoch eine hitzige Diskussion voraus. Die UDW- und UCW-Fraktion stimmten zum großen Teil gegen das Projekt. Auch die stellvertrende UDW-Fraktionsvorsitzende Gabi Demnig stimmte mit Nein, trotz ihrer Funktion als Ortsvorsteherin von Germinghausen. "Drolshagen kann sich zwei weitere Plätze nicht leisten. Die Plätze werden auf Pump finanziert." Zuspruch bekam sie vom Fraktionsvorsitzenden der UCW-Fraktion Karl-Rudolf Fölting: "Wir respektieren das Engagement der Vereine, aber eine Investition von 400 000 Euro passt nicht in den Rahmen der finanziellen Situation der Stadt."
Klaren Zuspruch gab es dagegen von Seiten der Fraktionen von CDU und SPD." Hans Dieter Lienenkämper, Fraktionsvorsitzender der CDU, lobte das Engagement der Vereine und hob den "erheblichen Kraftakt" hervor, den die Vereine beim Eigenanteil geschultert hätten.
Ebenfalls kontrovers diskutiert wurde über die Beiträge und Gebühren zur Entwässerungssatzung. Die gestern beschlossene Nachtragssatzung sieht Gebührenerhöhungen ab dem 1. Januar 2008 in Höhe von 33 Cent pro Kubikmeter für einen Vollanschluss und von 22 Cent pro Kubikmeter für einen Schmutzwasseranschluss vor. Die Gebühren sollten zunächst noch höher steigen (42 Cent und 28 Cent). Durch eine Verminderung des Zinssatzes für die kalkulatorische Anlagekapitalverzinsung - ein Antrag der CDU-Fraktion - konnten die Erhöhungen jedoch vermindert werden. Kritik an dieser überarbeiteten Gebührenerhöhung kam vor allem von Seiten der UCW. Der überarbeitete Vorschlag wurde schließlich bei sieben Gegenstimmen angenommen.

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