Neubau der Talbrücke dauert bis Mitte 2012
27.07.2010 | 08:00 Uhr 2010-07-27T08:00:00+0200
Sondern.Der Abriss der Sonderner Talbrücke geht jetzt planmäßig voran. Bis Ende des Jahres, so Karl-Josef Fischer, Medienbeauftragter des Landesbetriebs Straßenbau in Siegen, soll der komplette Überbau abgetragen sein. Mit einem Ende der Bauarbeiten sei aber nicht vor Mitte 2012 zu rechnen.
Zeitlich zurückgeworfen worden war das Neun-Millionen-Euro-Projekt im vergangenen Sommer durch den niedrigen Wasserstand im Biggesee. Geplant war, die sechs Felder zwischen den Pfeilern in jeweils drei Teile zu zersägen und auf im See schwimmende Pontons abzulassen. Durch das fehlende Wasser konnten die Pontons aber nicht weit genug an das Ostufer geschleppt werden, so dass die ersten Teilelemente in kleinen und kleinsten Abschnitten von Land aus und mit Hilfe eines Kranes herausgeschnitten werden mussten. „Ein Riesensägeaufwand“ , so Fischer.
Ein halbes Jahr wurden die Planungen zurückgeworfen, Zeit, die nach Aussage von Karl-Josef Fischer, auch nicht mehr aufgeholt werden kann.
Seit Montag wird das zweite Feld zersägt. Zu Problemen kommt es dabei, wenn sich die zwei bis drei Millimeter starken Sägeblätter in den tonnenscheren Betonteilen verkannten. Sie müssen von Hand wieder frei geschnitten werden.
Zwar ist auch derzeit der Wasserstand des Biggesees aufgrund der anhaltenden Trockenperiode niedrig, aber Probleme wie 2009 am Ostufer befürchtet Karl-Josef Fischer am Westufer (Campingplatz) nicht: „Das Gelände ist auf dieser Seite nicht so steil. Da kommen wir von Land aus unter die Brücke.“
Nicht nur zeitlich, sind die ursprünglichen Planungen ad acta gelegt, auch finanziell wird der Rahmen gesprengt. „Es sind Nachträge angemeldet“, sagt Fischer. Derzeit liegen die Kostensteigerung im Zehn-Prozent Bereich.

11:25
Vier Jahre ist doch gut.
19:08
Wo ist das Problem?
Immerhin geht es um Jahre schneller als in Finnentrop... :-D lol
18:26
Vier Jahre für eine Brücke, einfach lächerlich. Man hätte eine neue daneben bauen sollen, wie in Kalberschnacke und dann die alte abreißen. Jetzt ist ja wieder Wassertiefstand und man kann weitermachen, im vorigen Jahr bei gleichem Stand nicht, wer glaubt dies Märchen.
12:29
Man hätte die Brücke abreißen sollen. Man braucht sie nicht. Die Frage darf wohl gestellt werden, wenn sie fast 4 Jahre nicht genutzt werden kann. Es ist mal wieder ein öffentliches Projekt mit einer katastrophalen Abwicklung. Und teurer soll es auch wieder werden. Wer genehmigt den Schwachsinn???