Nationaltrainer Bauermann beobachtet Per Günther
15.10.2009 | 16:46 Uhr 2009-10-15T16:46:00+0200
Hagen. Keine sechs Wochen nach seinem Mittelfußbruch kurz vor der dadurch verpassten Basketball-Europameisterschaft in Polen lief der Hagener Per Günther schon wieder für sein Erstliga-Team ratiopharm Ulm auf.
Über die „Wunderheilung” und das Gastspiel der Ulmer am Sonntag ab 19 Uhr bei Phoenix Hagen sprachen wir mit dem 21-jährigen Aufbauspieler.
Sie gaben am Tag nach Ihrer Verletzung der Hoffnung Ausdruck, bis zum Spiel bei Phoenix Hagen wieder einigermaßen hergestellt zu sein. Wie fit sind Sie?
Per Günther: Natürlich noch nicht wieder bei 100 Prozent. Ich hätte mir gewünscht, erst in ein, zwei Wochen in Hagen zu spielen. Denn die Wettkampfpraxis, die mir momentan noch fehlt, kann Training nicht ersetzen.
Dass Sie überhaupt schon wieder spielen können, ist ein kleines Wunder.
Günther: Ich habe Glück gehabt, dass es ein glatter Bruch war. Und in der Reha habe ich sehr intensiv mit den Physios und den Ärzten gearbeitet.
Zuletzt im Spiel beim Mitteldeutschen BC standen Sie schon wieder 28 Minuten auf dem Feld. Das ist lange.
Günther: Der Trainer fand wohl, dass ich ganz gut gespielt habe und hat mit draufgelassen. Es ging auch schon wieder ganz gut. Aber als Mannschaft haben wir auch das zweite Spiel verloren. Wir brauchen langsam Siege. Am Freitag kommt Bamberg, das wird alles andere als ein Selbstläufer, Sonntag sind wir dann in Hagen.
Kennen Sie die neue Phoenix-Halle in Hohenlimburg schon?
Günther: Nein. Ich war einmal im dortigen Sportcenter - mit 13 Jahren bei einer Geburtstagsfeier, da haben wir Badminton gespielt. Aber meine Familie war beim Phoenix-Heimstart gegen Paderborn in der Halle und hat mir berichtet, dass es unheimlich laut ist.
Pflegen Sie noch Kontakte zu Spielern Ihres Ex-Klubs Phoenix Hagen?
Günther: Ich telefoniere öfter mit Dominik Spohr. Und ich freue mich immer sehr, wenn ich Matthias Grothe treffe.
Gab es seit der Basketball-Europameisterschaft Kontakte zu Bundestrainer Dirk Bauermann?
Günther: Er war am vergangenen Dienstag bei uns in Ulm. Außer mir gehört ja mit Robin Benzing ein zweiter deutscher Nationalspieler zu unserem Kader. Der Bundestrainer hat dabei übrigens angekündigt, er werde sich am Sonntag unser Spiel bei Phoenix Hagen ansehen.
Wird diese Partie für Sie etwas Besonderes oder geht es nur um zwei Punkte?
Günther: Es wird auf jeden Fall etwas Besonderes. Für mich ist es einer der Höhepunkte der Saison.

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Und mit 1 PKT fahrt ihr wieder nachhause