Nach hartem Training fühlt sich Luig topfit
20.06.2007 | 08:38 Uhr 2007-06-20T08:38:47+0200Soest. Der Soester Speedsurfer Thorsten Luig (31) startet seit gestern bei der ersten World-Cup-Regatta der Speedsurfer auf der griechischen Insel Karpathos. Der Soester hat sich bereits am Samstag mit fünf Boards und sieben Segeln auf den Weg in die Ägäi
Luig, der im vergangenen Jahr aufgrund eines Bandscheibenvorfalls alle internationalen Regatten absagen musste, fühlt sich jetzt topfit. "Ich habe viel im Fitnessstudio trainiert, um meinen Rücken wieder voll belasten zu können. Nach einer einjährigen Pause im internationalen Wettbewerb bin ich gespannt, wo ich leistungsmäßig liegen werde."
Zum ersten Speedevent des Jahres auf Karpathos haben sich die 70 besten Speedsurfer der Welt angemeldet: Zu den Top-Favoriten zählen Finian Maynard (Weltrekordhalter 92 km/h), Björn Dunkerbeck (35-facher Weltmeister), Antoine Albeau (mehrfacher Racingweltmeister aus Frankreich) und Patrick Diethelm (Serienboardweltmeister).
Luig hat sich über die Deutsche Meisterschaft für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft qualifiziert. In diesem Jahr wird er erstmals auf handelsüblichen Serienboards starten. Insgesamt geht es auf Karpathos um 50 000 Euro Preisgeld und Punkte für die Weltmeisterschaft.
Speedsurfen ist eine sehr spezielle Disziplin des Windsurfens. Auf einer 500 Meter langen Messstrecke wird die Durchschnittsgeschwindigkeit der Surfer mittels Videozeitmessung ermittelt. Die beiden besten Zeiten eines 90-Minuten-Laufes werden zur Ermittlung der Platzierung herangezogen. Jeden Tag werden mehrere Läufe gestartet. Nach vier, sieben und elf Läufen erhält der Surfer jeweils ein Streichergebnis. Am Ende gewinnt der Surfer mit den besten Platzierungen aus allen Läufen der Regatta.
Weitere Informationen sowie tägliche Aktualisierungen finden Interessierte im Internet unter:
www.speedsurfing.org www.thommen1.com www.north-windsurf.com www.thorstenluig.de 2. Platz bei erster Regatta Sechs Wochen lang standen die Teilnehmer der deutschen Speedsurfer-Vereinigung auf "Stand-By". Beim Orcan-Cup wird erst dann gestartet, wenn die Windvorhersage für das folgende Wochenende mindestens sieben Windstärken beträgt. Per E-Mail erfahren die Teilnehmer, an welchem Spot in Deutschland oder den Niederlanden gestartet wird, um die besten Bedingungen vorzufinden.
Nach insgesamt drei Wertungsläufen gewann Luigs Trainingspartner Torsten Mallon mit dünnem Vorsprung vor Luig. Der Soester surfte zwar mit mehr als 63 km/h die höchste Geschwindigkeit, jedoch patzte er beim letzten Lauf, als er ein zu kleines Segel einsetzte und der Wind dann plötzlich abnahm. Zum Segeltausch fehlte die Zeit und somit verlor Luig die Führung. Trotzdem ist Thorsten Luig sehr zufrieden. "Nach der langen Winterpause ist es immer sehr spannend. Alle Teilnehmer haben über die Wintermonate trainiert und jeder hat zum Beginn der Saison neues Windsurfmaterial, das eingefahren und abgestimmt werden muss."

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