Muggel bleibt in Olpe eine starke Währung
20.09.2011 | 14:17 Uhr 2011-09-20T14:17:48+0200Olpe.Weder Eurokrise, noch Währungsreform können ihr etwas anhaben: Die Muggel war am Sonntag wieder das stärkste Zahlungsmittel in der Kreisstadt.
Der Wert der einmaligen Währung beträgt 20 Cent. Doch damit öffneten sich den zahlreichen kleinen und großen Besucher eine Welt voller Spiel und Spaß, Abwechslung und Kurzweil. Nachdem sich die Regenwolken verzogen hatten, schoben sich die Gäste, wie in der Vergangenheit, dicht gedrängelt durch die Straßen rund um den Marktplatz. Denk- und Ratespiele, Geschicklichkeits- und Denkspiele bescherten den Standbetreibern Hochkonjunktur.
Etwa 100 Stände zu denen auch Losbude, Bücherkrammarkt, ein Trödelmarkt und Verpflegungsstände gehörten, sorgten für ein einmaliges Flair, das Gäste aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus anlockten. Es waren nicht die großen Gewinne, die für Freude sorgten, sondern die Kleinigkeiten.
Auf der Bühne vor der Martinus-Kirche sei das Programm mit Zauberei und Akrobatik primär auf die kleineren Besucher ausgerichtet gewesen, erklärte der Sprecher der Muggelkirmes Martin Immekus. Auf der Bühne am Marktplatz kamen die größeren Besucher auf ihre Kosten.
Tänze verschiedener Vereine, ein Trommelkorps und nicht zu vergessen die musikalische Einlage des „Panneklöpper-Samba-Orchesters.
Zuvor gab es noch eine Überraschung: Der Wunsch, ein Maxi-Geschichtsbuch zu erstellen, erfreute sich regem Zuspruchs. Landrat Frank Beckehoff präsentierte auf seiner DIN-A3-Seite die Geschichte der Gründung des Kreises Olpe im Jahr 1817, Bürgermeister Horst Müller stellte das Gründungsjahr der Kreisstadt 1311 dar, Turnvereinsvorsitzende Gabriele Voss zeigte das Gründungsjahr des TV Olpe, 1848 auf der Marktplatzbühne, FLVW-Kreisvorsitzender Joachim Schlüter griff den Fußball auf, CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Klapheck gab Einblicke in das Jahr 1946, in dem die erste Kommunalwahl stattfand und das Olper Schützenkönigspaar Heribert und Walburga Wrede erinnerte mit seinem Beitrag an ein Schützenfest im 19. Jahrhundert. Hinter den Kulissen wurde in der Schreib- und Malstube noch kräftig gearbeitet.
Viele Bürger, Kindergärten, Schülern, Vereine, Institutionen beteiligten sich mit Hilfe des Redaktionsteams Julia Lüning und Kristina Schulte mit ihren Beiträgen an dem einmaligen geschichtlichen Rückblick. Die Seiten wurden jeweils mit einer Folie geschützt und sollen zu einem Buch in mehreren Bänden zusammengefasst werden, dessen Ausstellungsort noch nicht feststeht. Wolfgang Hesse, Mitglied des Muggelkirmesteams freute sich im Gespräch mit unserer Zeitung über die vielen schönen Seiten und die hohe Beteiligung.
Der Erlös der Muggelkirmes wird wie in den Vorjahren gespendet. Der größere Teil ist für Pater Hugo Scheer, der für die Steyler Missionare im südamerikanischen Vitoria tätig ist bestimmt. Für Pater Willi Hoff, ebenfalls von den Steyler Missionaren, der fast ein ganzes Menschenleben lang in Südafrika als Priester tätig war wurde laut Martin Immekus ein Fonds aufgelegt, der ebenfalls unterstützt werden soll.

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