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Dorfwettbewerb

Müller lobt die Dörfer: „Sie warten nicht, sie packen an“

08.10.2010 | 05:00 Uhr
Müller lobt die Dörfer: „Sie warten nicht, sie packen an“
Abschlussveranstaltung Unser Dorf hat Zukunft.

Oberveischede. Nachhaltig, ganzheitlich, zukunftssichernd – die Ziele, die sich hinter dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ verbergen, sind hoch gesteckt. Aus der kosmetischen Angelegenheit in den Anfangsjahren ist eine umfassende strukturelle Aufgabe auf Basis von großem bürgerschaftlichem Engagement geworden.

So dankte Olpes Bürgermeister Horst Müller auf der Abschlussveranstaltung und Siegerehrung des diesjährigen Gemeindewettbewerbs der Stadt Olpe in der Dorfgemeinschaftshalle Oberveischede den teilnehmenden Dörfern zu Recht für ihre großartige Eigeninitiative und ihren Gemeinschaftsgeist. „Schon mit der Entscheidung, an dem Wettbewerb teilzunehmen, haben sie gewonnen. Sie warten nicht auf Förderprogramme, sondern packen die Sache selbst an. Sie bringen sich ein, um die Zukunft unserer Dörfer und damit unserer Stadt zu gestalten. Danke.“ Die große Herausforderung sei, so Müller, unverwechselbar zu bleiben und mit der eigenen Geschichte im Einklang.

Albert Schneider, Ortsvorsteher vom Gastgeber Oberveischede, schloss sich dem Stadtoberhaupt an und warf zudem die Frage auf, warum die Appelle zum Mitmachen nicht alle erreichen. „Zumeist sind es die, die sich ohnehin schon in vielfältiger Weise in den Vereinen engagieren. Es scheint eine Grundeinstellung zu sein“, sagte Schneider.

21 Dörfer hatten im Juni dieses Jahres am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen. In drei Gruppen, gestaffelt nach Einwohnerzahlen, stellten sie sich den Kriterien des Bewertungsgremiums, dass sich aus Vertretern der städtischen Verwaltung und der Dörfer, Heinz Zeppenfeldt vom Verkehrsverein, Alfred Schultheis vom Heimatverein, Ortslandwirt Georg Kleine, Detlev Rygusiak vom Forstamt sowie Christine Droste von den Landfrauen zusammensetzte. Drei Tage lang waren sie unterwegs (wir berichteten).

In der Gruppe 1 (bis 200 Einwohner) überzeugte Rhonard und konnte sich über ein Preisgeld von 650 Euro freuen. Griesemert und Hohl belegten Platz zwei (500 Euro) und drei (400 Euro). In der Gruppe 2 (Orte von 201 bis 700 Einwohnern) kam Neuenkleusheim auf Platz eins (800 Euro), gefolgt von Thieringhausen (600 Euro) und Neger (450 Euro). In der Gruppe 3 (Orte über 701 Einwohner) siegte Oberveischede (950 Euro) vor Rüblinghausen (700 Euro) und Rhode (500 Euro).

Die Siegerdörfer Rhonard, Neuenkleusheim und Oberveischede sowie Thieringhausen als punktstärkster Zweitplatzierter gehen damit beim Kreiswettbewerb 2011 ins Rennen. Zudem wurden 11 Sonderpreise mit einem Preisgeld von insgesamt 2 750 Euro an folgende Dörfer vergeben: Altenkleusheim, Eichhagen, Günsen, Hitzendumicke, Lütringhausen, Saßmicke, Siedenstein/Möllendick, Sondern, Stachelau, Stade und Waukemicke.

Birgit Engel



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