MSV-Routinier Grlic spürt keine Profi-Müdigkeit
09.10.2009 | 18:57 Uhr 2009-10-09T18:57:00+0200
Duisburg. Für Ivica Grlic hat die Saison etwas verspätet Fahrt aufgenommen. Erst am achten Spieltag feierte der Mittelfeldspieler beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg beim 3:1 gegen Union Berlin sein Debüt in der Startelf.
Zuvor musste er mit vier ungewohnten Kurzeinsätzen Vorlieb nehmen. Für den Ex-Kapitän, der seit seinem Wechsel zu den Zebras vor über fünf Jahren stets zum Stammpersonal gezählt hatte, keine einfache Situation. „Meine Karriere bestand eigentlich immer daraus, regelmäßig zu spielen”, sagt Grlic, „aber irgendwann kommt eben mal eine Phase, in der man draußen ist und sich neu herankämpfen muss. So eine Phase macht mich als Fußballer noch stärker.”
Obwohl seine Präsenz auf dem Spielfeld im Vergleich zur Vorsaison abnahm, verschwand Grlic teamintern nicht in der Versenkung. „Auch in so einer Situation bin ich in der Lage, der Mannschaft zu helfen”, sagt der frühere Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina.
Ivo will noch lange bleiben
Der Draht zu MSV-Trainer Peter Neururer ist trotz der Neuverteilung der Stammplätze keineswegs abgekühlt. Grlic: „Wir haben weiterhin ein gutes Verhältnis und sprechen viel miteinander.” Dass „Ivo” mit einer engagierten Leistung gegen Berlin dazu beitrug, die Serie von drei Niederlagen in Folge zu stoppen, dürfte seine Chancen für die kommenden Wochen nicht schmälern.
„Ich habe bewiesen, dass ich eine gute Alternative bin. Mehr kann ich eigentlich nicht tun. Ehrlich gesagt mache ich mir jetzt auch noch keine Gedanken, wie unser Kader im nächsten Spiel beim TSV 1860 München aussieht. Wir haben eine harte Trainingswoche vor uns, spielen heute Nachmittag um 16 Uhr im Test beim Bundesligisten 1. FC Köln. Ich werde bei dieser Gelegenheit weiter Gas geben”, kündigt er ehrgeizig an.
Grlic: „Ich muss in den Spiegel schauen können und wissen, dass ich alles Mögliche getan habe. Die letzte Entscheidung liegt dann beim Trainer.” Mit 34 Jahren ist Grlic der älteste Spieler im aktuellen Duisburger Profikader. Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Das Karriereende sieht der zweifache Familienvater noch nicht vor Augen. „Vom Körperlichen fühle ich mich nach wie vor gut und spüre nicht den Verschleiß, den andere Fußballer in meinem Alter vielleicht haben. Stand jetzt möchte ich noch bis 2011 weiterspielen”, blickt der Routinier voraus. Gedankenspiele, wonach Grlic bei den Zebras nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn eine Funktion in der administrativen Ebene bekleiden soll, gibt es bereits.
Im Bereich der Außendarstellung und der Kundengewinnung gibt es nach wie vor erhebliche Verbesserungs-Möglichkeiten. Grlic formuliert noch keine exakte Stellenbeschreibung, lässt aber durchblicken: „Es gibt für die Zukunft einige Möglichkeiten, bei denen ich meine Kontakte für den MSV entsprechend einbringen könnte.” Doch in nächster Zeit hat das Tagesgeschäft noch Vorrang. „Von der Qualität her sind wir stärker besetzt als in den beiden Aufstiegsjahren 2005 und 2007”, findet „Ivo”, „in der nächsten Woche wird es Zeit, unsere schwarze Serie bei 1860 München zu brechen.” Mit oder ohne Grlic.

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Es muss nicht jeder 34 x 90 Minuten auf dem Platz stehen um wichtig zu sein. Hauptsache er hilft ab und zu, wenn er dann spielt.
10:14
Na dann alles gute bei deiner alten Wirkungsstätte,Ivo.