MSC bringt den Meister ins Wanken
10.01.2010 | 10:15 Uhr 2010-01-10T10:15:00+0100Moerser Bundesligist gewinnt die ersten beiden Sätze in Friedrichshafen, lässt sich dann aber noch abfangen
Friedrichshafen. Viel fehlte nicht zur Sensation zum Rückrundenauftakt. Am Samstagabend hatten die Bundesligavolleyballer des Moerser SC den VfB Friedrichshafen in dessen Arena bereits am Rande einer Niederlage. Am Ende mussten sie sich aber doch noch mit 2:3 (32:30, 25:23, 15:25, 20:25, 9:15) Sätzen geschlagen geben.
Zwischen diesen Momenten lag ein packendes Volleyballspiel, in dem die Moerser zu Beginn respekt- und kompromisslos zu Werke gingen. Mit 8:4 führten sie zur ersten technischen Auszeit und hielten den Vorsprung bis kurz vor Ende des Satzes. Doch Friedrichshafen hielt dagegen und erzwang den Ausgleich. Dann wurde es dramatisch. Vier Mal hatten die Adler Satzball, immer wieder wehrten die Gastgeber ab. Erst nach 32 Minuten gelang dem MSC der entscheidende Punkt zum 32:30.
Das registrierte Trainer Chang Cheng Liu natürlich sehr zufrieden, obwohl ihm der kämpferische Einsatz seiner Spieler noch mehr Freude bereitete. Besonders Marvin Prolingheuer, der den verletzten Victor Bird vertrat, und Gabor Nacsa konnten überzeugen. „Mit Marvin war ich absolut zufrieden und Gabor wird immer besser, das konnte man heute merken”, lobte Liu seine Schützlinge.
Grozer junior
war abgemeldet
Doch nicht nur im Angriff boten die Adler eine gute Leistung, auch Henning Wegter lieferte im Mittelblock ein überragendes Spiel ab. „Dadurch hatten wir Grozer junior im Griff”, sagte Liu. So konnte der ehemalige Moerser auch im zweiten Satz nicht verhindern, dass am Ende der MSC vorne lag. Bis zum 22:22 war es ein enges Spiel, dann punkteten die Gäste aber zwei Mal in Folge. Ddie Sensation war greifbar nahe.
Das spürte auch der Friedrichshafener Trainer Stelian Moculescu. Offensichtlich fand er in der Pause die richtigen Worte, um seiner Mannschaft den Ernst der Lage klarzumachen. Im dritten Durchgang wurden die Gastgeber stärker und kamen auf 1:2 heran. Auch im vierten Durchgang zeigten sie nach Startschwierigkeiten ihre Klasse. „Ab Mitte des vierten Satzes wurden auch ihre Aufschläge stärker”, erklärte MSC-Kapitän Tobias Neumann. „Da hatten wir Probleme und konnten nicht mehr zulegen."
Im fünften Satz schlichen sich immer häufiger Fehler ein. Nur bis zum 3:3 konnte der MSC mit den ungeschlagenen Häflern mithalten. Dann zog der Meister davon und ging als glücklicher Sieger vom Feld. Trainer Liu war mit der Leistung seiner Mannschaft trotzdem zufrieden und mit den Gedanken schon beim Spiel gegen den VC Franken: „Ich hoffe, wir können das unseren Fans am Mittwoch noch einmal bieten.”

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