Mitaufsteiger zeigt TuS Ferndorf ganz klar die Grenzen auf
14.12.2008 | 22:17 Uhr 2008-12-14T22:17:19+0100Kreuztal. Fotos: Friedrich Lück Zwei Aufsteiger von unterschiedlicher Qualität: So lautet die Kurz-Analyse des Handball-Regionalliga-Spiels TuS Ferndorf gegen TuS Niederwermelskirchen, das die Gäste aus dem Bergischen Land mit 41:38 (18:17) klar für ...
... sich entschieden.
Niederwermelskirchen ist so eine Art Hoffenheim der dritten Handball-Liga. Sechsmal (!) stieg der Klub in den letzten acht Jahren auf, von der Kreisklasse ging es fast schnurstracks in die Regionalliga.
Die Mannschaft um die Haupttorschützen Thomas Küster und Kreisläufer Ceven Klatt beherrschte die Partie gegen ersatzgeschwächte Ferndorfer vor 900 Zuschauern zu jeder Zeit. Nur zum Ende der ersten Halbzeit wackelten die Bergischen ein wenig, Ferndorf schaffte den 17:17-Ausgleich. Doch mit einem Zwischenspurt unmittelbar nach der Pause zog der Zweite wieder davon, diesmal holten die Ferndorfer nichts mehr auf.
Weil Alex Orlov und Nils Hambloch von der Grippe geschwächt waren (der Weißrusse spielte erst gar nicht mit), hatten die Gastgeber Probleme im Rückraum. Zudem hatten die drei Torhüter nicht ihren besten Tag erwischt, obwohl David Wellen vier Siebenmeter der Niederwermelskirchener parierte. Auch die bisher beste Leistung von Carsten Lange im TuS-Trikot brachte nichts ein. Der Neuzugang: "Wir wollten gewinnen, das hat man gesehen. Doch es hat einfach nicht gereicht."
"Es war ein sehr emotionales Spiel. Wir haben nicht schlecht gespielt, die Einstellung stimmte. Ich bin unter dem Strich nicht unzufrieden", fasste Ferndorfs Co-Trainer Axel Gerhard zusammen.
Sein Chef Caslav Dincic war von der Frauen-Europameisterschaft in Mazedonien mit einer internationalen Sperre von einem Monat zurückgekommen. Er hatte nach dem knappen 30:31 Serbiens gegen die Gastgeber in Skopje auf der Pressekonferenz einige verbale Ausrutscher, die zur Bestrafung führten. Da die Ferndorfer keinen DHB-Angestellten ans Telefon bekamen, gingen sie auf Nummer sicher und Dincic nahm auf der Tribüne Platz.
Doch auch mit dem Serben auf der Bank hätten die Ferndorfer keine Siegchance gehabt. Dincic nach dem Spiel zur WP: "Axel hat alles richtig gemacht."
Die Niederwermelskirchener, die gegen den einsamen Spitzenreiter Korschenbroich nur mit einem Tor Differenz verloren hatten, waren immerhin von der Atmosphäre in der Stählerwiese begeistert. Spordirektor René Witte: "Wir haben in einem wahren Hexenkessel gezeigt, warum wir Zweiter sind."
Verabschiedet wurde vor dem Spiel Ergänzungsspieler Constantin Nelles. Der Sauerländer geht für ein halbes Jahr nach Kanada (Praktikum im Rahmen des Zivildienstes).
Ferndorf - N´wermelskir. 38:41 FERNDORF: Rottschäfer, Wellen, Gorobtschuk; A. Sijaric (4), Hambloch, Aust (3), Blanz (2), Nelles, Hilger (4), Lange (12), Stenske (7), M. Sijaric (4), Pallach (2). - NIEDERWERMELSKIRCHEN: Fuchs, Hamers; Bauerkamp, Schumacher (5), Reinacher (2), Hepp (2), Küster (15), Neuenhofen (4), Zeller (7), Rezaloo (1), Niegetiet (1), de la Fuente, Klatt (4). - Zuschauer: 900.

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