Minzlaff lässt Wermelskirchen verzweifeln
12.02.2010 | 23:06 Uhr 2010-02-12T23:06:00+0100
Hagen. In dieser Form ist der VfL Eintracht Hagen eines der Top-Teams der Handball-Regionalliga: Den Tabellenzweiten TuS Wermelskirchen ließ das von Co-Trainer Dirk Maruska gecoachte Team mit einem 29:23 (15:6)-Sieg im Verfolgerduell ratlos zurück.
Die ambitionierten Gäste aus dem Bergischen verzweifelten an der stabilen Eintracht-Deckung um den herausragenden Torwart Björn Minzlaff.
Die letzte Szene in der Sporthalle Helfe war bezeichnend: Der Sieger stand längst fest, doch auch in den letzten Pass der Gäste warf sich Patrick Lütgenau und erlebte die Schlusssirene am Boden liegend - mit dem Ball in der Hand. Das Engagement des Routiniers, dessen Einsatz nach einer Wadenzerrung erst die Physiotherapeuten David Lopez und Jens Rohwedder mit Sonderbehandlung kurzfristig möglich gemacht hatten, war beispielhaft für die defensivstarken Gastgeber. „Eine überragende Leistung von Björn Minzlaff und ein starker 6:0-Block, mit dem er prima harmoniert hat - das war der Schlüssel zum Erfolg”, kommentierte Dirk Maruska Sieg Nummer zwei in neuer Umgebung und unter seiner Leitung.
Dabei war Minzlaff vor 430 Zuschauern der großartige Rückhalt einer funktionierenden Abwehrreihe, die die Mitte um Wermelskirchens agilen Kreisläufer Robert Heinrichs (4) zustellte und den Rückraum der Gäste nie in einen Rhythmus kommen ließ. 19 Würfe parierte Minzlaff, nur 13 Feldtore musste er hinnehmen. Lediglich gegen die Siebenmeter von Dirk van Walsern (7) fand er kein Mittel.
Dieser brachte Wermelskirchen auch in Führung, doch danach dominierten die Hagener. Immer wieder fingen sie Anspiele auf Heinrichs ab, das 10:5 des starken Niclas Pieczkowski per Gegenstoß (20. Minute) erzwang die erste Gäste-Auszeit. Doch ein höchst ausgeglichenes VfL-Team hatte an diesem Abend auf jede TuS-Maßnahme eine Antwort. Beim 22:13 (43.) und 25:16 (47.) drohte den Wermelskirchenern ein Debakel, ehe es die Gastgeber etwas lässiger angehen ließen (25:19). In Gefahr gerieten sie dennoch nicht mehr. So konnte Maruska die zentralen Kräfte Pieczkowski (53.) und Minzlaff (54.) früh zum Feiern auf die Bank holen, die Gäste hatten sich längst aufgegeben. Und der Hagener Co-Trainer lobte: „Die Jungs hatten heute einfach Bock.”
Eintracht: Minzlaff, Tesch; Brannekämper, Pries (2), Lütgenau (6/2), Oberste (4), Pieczkowski (7), Sideri (1), Cengiz (1), Wulf, Schulte-Berthold (4), Kraus (4), Richter.

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