Mehr Spaß am Spiel für RWO
05.12.2009 | 13:51 Uhr 2009-12-05T13:51:00+0100
Oberhausen. RWO wirkte in den letzten Partien verkrampft. Das soll sich Sonntag gegen 1860 München ändern. Trainer Jürgen Luginger und die Spieler haben drei Punkte auf dem Plan.
RWO-Trainer Jürgen Luginger macht's ganz einfach: „Wir haben noch zwei Heimspiele vor der Winterpause, die wollen wir beide gewinnen.” Sonntag, 13.30 Uhr, steht gegen 1860 München die erste dieser beiden Aufgaben an. Damit will er die Mannschaft gar nicht einmal unter Druck setzen. „Die Spieler wissen das selbst am besten.” Nach den letzten drei schlechten Spielen war das Training in dieser Woche eher darauf ausgerichtet, dem Team wieder Spaß zu vermitteln. So wie es in den guten und erfolgreichen Spielen bei der Mannschaft auf dem Platz förmlich zu spüren war.
„Deshalb habe ich auch Ronny König und Mike Terranova in Cottbus mal eine Pause gegönnt”, begründet er die Umstellung im Sturm auf Patrick Schönfeld im Nachhinein. Das soll keine Strafversetzung auf die Bank gewesen sein, sondern eine Maßnahme, die den zuletzt unglücklich agierenden Angreifern eine Atempause geben sollte, um Druck abzubauen.
Kruse steht vor dem Comeback
So ähnlich hatte Luginger das auch beim Pokalspiel gegen Bayern München praktiziert und anschließend gegen den MSV mit der Stammbesetzung einen schönen Sieg gefeiert. Die beiden Stürmer werden Sonntag gegen die Elf von Trainer Ewald Lienen wieder von Beginn an auflaufen.
Fehlen hingegen werden die bekannten Langzeitverletzten. Thomas Schlieter mit seinem Muskelfaserriss wahrscheinlich bis zum Düsseldorf-Spiel sowie Kapitän Benjamin Reichert, der mit einem entzündeten Knie aussetzt. Ob eine erneute Operation ansteht, wird sich in den nächsten Tagen nach Abschwellen der Reizung zeigen. Auf einem guten Weg hingegen ist Tim Kruse, der die Woche komplett mittrainierte und für einen Einsatz bereit stünde. „Ich weiß noch nicht, ob ich ihn von Beginn an auflaufen lasse”, sagt Luginger und attestiert dem Sechser Luft für 70, 80 Spielminuten. Kruses Routine auf der Abräumerposition dürfte nicht nur von seinem Nebenmann Markus Kaya vermisst worden sein – ungeachtet der Qualitäten, die auch Daniel Gordon auf dieser Position hat. Fakt ist, dass Kaya zuletzt kaum noch Gelegenheit hatte, seine Offensivfähigkeiten einzubringen und damit gefährliche Situationen herauf zu beschwören.
Eine Pause täte manchem gut
Das ließ dann auch die Außen ziemlich in der Luft hängen. Zumal die jungen Neuzugänge Heinrich Schmidtgal und Oliver Petersch sicher auch die ein oder andere Pause benötigt hätten.
Dies geht angesichts der derzeitigen Personalengpässe aber genau so wenig wie bei Marinko Miletic. Der hatte nach sehr gutem Saisonstart in den letzten Spielen zunehmend Schwächen gezeigt und Situationen, die er vorher im Griff hatte, nicht mehr bewältigt bekommen. „Er ist ein erfahrener Mann, da muss er einfach durch”, hat Luginger in der zentralen Abwehr keine andere Möglichkeit.
Donnerstag ließ Luginger im Stadion Torschüsse trainieren. „Damit die Jungs mal wieder ein Gefühl dafür bekommen.” P.V.

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