Made in Germany (Teil 1)
03.05.2008 | 17:40 Uhr 2008-05-03T17:40:00+0200Oberhausen. Insgesamt 1268 Beiträge wurden zum diesjährigen Deutschen Wettbewerb der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen eingereicht. 22 wurden für das Festival ausgewählt.
1. bis 6. Mai 2008
Sechs davon konnten Samstag Mittag im Lichtburg Filmpalast betrachtet werden.
Es ging los mit dem Animationsfilm "Anhalter" von Daniel Höpfner. Ein Mann betritt Ende der 50er Jahre eine alte Bahnhofshalle. Der Bahnhof ist zum Abriss freigegeben. Es ist eine heruntergekommene Halle voller Dreck und Müll. Den Mann stört das nicht, er hängt an dem Bahnhof und den Erinnerungen, die damit zusammenhängen. Er verbringt eine letzte Nacht dort und seine Erinnerungen verschmelzen mit seinen Visionen und mehr und mehr auch mit dem Gebäude. Höpfner ist ein schöner, melancholischer und schmutziger Animationskurzfilm gelungen, der sich klar an ein erwachsenes Publikum richtet.
Im zweiten Film, "Adalbert's Dilemma" von Carlos Bustamante, geht es um die titelgebende Hauptfigur, die während der gesamten fünf Minuten Spielzeit des Films, nur als Schatten zu sehen ist. Der Schattenumriss wechselt von etlichen Fotos, Bildern und Filmsequenzen, bis er sich irgendwann nicht mehr orten lässt. Ein filmisches Spiel mit Licht und Schatten, der beim Publikum allerdings nicht für Jubelorgien sorgte. ...weiterlesen auf Westropolis.

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