Volleyball
Liu mit versteinerter Miene
06.12.2009 | 22:25 Uhr 2009-12-06T22:25:00+0100
Moers. So sieht der Trainer des Bundesligisten Moerser SC die deutliche 0:3-Niederlage seines Teams bei den Titanen.
Wer in dieser Saison die Spiele der Bundesliga-Volleyballer des Moerser SC besucht, muss in der Regel nicht viel Zeit mitbringen. Die Adler sind die „Kurzarbeiter” der Liga. Von zehn Saisonspielen gab es nur in zwei Partien mehr als drei Sätze. Dabei hatten die Adler meist das Nachsehen. So auch am Samstagabend. Gegen die Wuppertal Titans kassierten sie auswärts eine deutliche 0:3 (20:25, 14:25, 16:25)-Niederlage. Damit rutschen die Adler aus den Playoff-Rängen. Eigentlich hatten die Spieler von Trainer Chang Cheng Liu mit einem Sieg in Wuppertal ihre Tabellenposition festigen wollen. Das misslang jedoch gründlich.
Im Aufschlag haperte es
Die Gastgeber waren den Adler in allen Bereichen überlegen. Besonders im Aufschlag des MSC haperte es gewaltig. Zwölfmal landete der Ball im Aus oder Netz und nur ein einziges Ass gelang den Moersern im gesamten Spiel. Es waren nicht etwa Victor Bird oder Szabolcs Nemeth, die sonst für ihre harten und präzisen Aufschläge gefürchtet sind, sondern Zuspieler Tobias Neumann, der die Wuppertaler Abwehr überwinden konnte.
Diagonalangreifer Bird hatten die Gastgeber insgesamt gut im Griff. Sechs magere Punkte konnte der Puerto-Ricaner sammeln, ein Drittel davon erreichte er durch Blocks. Normalerweise hat er deutlich öfter Erfolg. So war der erfolgreichste Moerser Punktesammler Außenangreifer Nemeth, der immerhin elf Zähler auf dem Konto hatte. Doch insgesamt unterliefen den Adlern zu viele Fehler. Allein durch die Defizite in Angriff und Aufschlag verschenkten sie deutlich mehr als einen Satz. Trainer Liu registrierte das mit versteinerter Miene.
Aufgrund der schwachen Leistung der Adler war die Vorentscheidung in allen drei Sätzen spätestens nach der ersten technischen Auszeit gefallen. Im dritten Durchgang war es noch schneller so weit, als Wuppertal mit 4:0 startete. Tobias Neumann war aufgrund der schwachen Annahme des MSC nur noch als Dauerläufer unterwegs, um den wild umherfliegenden Ball halbwegs zu bändigen. Präzise Zuspiele und gefährliche Angriffe sprangen dabei zwangsläufig selten heraus.
Unrühmliche Szene
Stattdessen sorgte Nemeth kurz vor Schluss für eine unrühmliche Szene, als er reklamierte, dass sein Angriff vom Wuppertaler Block ins Aus befördert worden sei. Dabei stürmte er unter dem Netz hindurch auf den Wuppertaler Spielertrainer Gergely Chowanski zu. Nur Dirk Grübler verhinderte Schlimmeres, indem er Nemeth in die eigene Hälfte zurückzog und ihm mit deutlicher Geste klarmachte, ruhig zu bleiben. Denn viel zu melden hatten die Adler in dieser Partie nicht.

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