Urteil
Lebenslange Haft für Mord an Millionärin
02.09.2010 | 16:57 Uhr 2010-09-02T16:57:00+0200
Düsseldorf.Ein Jahr nach Beginn des Prozesses hat das Landgericht Düsseldorf Marco K. (39) wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt: „Wir haben keine vernünftigen Zweifel daran, dass der Angeklagte der Täter ist und Yuri Röhrig getötet hat“, so das Gericht.
Neueste DNA-Technik hatte den Angeklagten Marco K. (39) neun Jahre nach der Tat vor Gericht gebracht. Er war zwar schon kurz nach der Tat in Verdacht geraten, doch damals reichten die Indizien nicht für eine Anklage. Weil eine hartnäckige Kommissarin die alten Spurenträger 2008 neu untersuchen ließ, fanden sich dank der verbesserten Technik weitere Beweise.
Die reiche Witwe Yuri Röhrig war im Oktober 2000, fünf Tage nach ihrem Tod, in ihrer Wohnung an der Graf-Recke-Straße gefunden worden. Erst bei der Obduktion entdeckte man Würgemale an ihrem Hals: Sie war mit einem Kabel erdrosselt worden.
Überführung durch DNA
Das Kabel hatte ordentlich aufgerollt in der Nähe der Leiche gelegen. Die Spurensicherung fand DNA eines Handwerkers daran, der öfter bei Yuri Röhrig kleine Arbeiten erledigt hatte. Der steckte ständig in Geldnot, hatte aber nach der Tat 1200 DM Mietschulden bezahlt. Doch das reichte nicht für eine An-klage: Seine DNA hätte auch ans Kabel gelangen können, als er für die Frau arbeitete.
Die erneuten Analysen fanden seine DNA auch an der Strickjacke der Seniorin, an ihrer Brille und an der Schere, mit der ein Schrank in ihrer Wohnung aufgebrochen worden war.
Die Verteidiger hatten angezweifelt, dass das den Angeklagten überführe: Die Spuren hätten auch anders auf die Gegenstände übertragen werden können. Denn die Polizei hatte beim Auffinden der Leiche, als man noch an einen natürlichen Tod dachte, Kabel, Schere und Brille zusammen gelegt. So sei möglicherweise DNA vom Kabel auf die anderen Gegenstände geraten. Die Verteidiger forderten Freispruch.
Angeklagter habe aus Habgier gehandelr
Doch für das Gericht waren die Ausführungen einer DNA-Expertin überzeugend. Sie hatte erklärt, dass für eine solche Übertragung gar nicht genug DNA-Material vorhanden gewesen sei. Damit gebe es „keinen Anhaltspunkt für einen berechtigten Kontakt“ des Angeklagten mit diesen Gegenständen, so das Gericht. „Das kann nur durch die Tat erklärt werden.“
Es wertete die Tat wie auch Staatsanwalt Herrenbrück als Mord, denn der Angeklagte habe aus Habgier gehandelt. Er habe die alte Frau umgebracht, entweder weil sie ihn bei einem Diebstahl erwischte oder um diesen Diebstahl zu ermöglichen.
10:09
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23:31
Hallo M-G, am 02.09.2010 um 21:45
Was Sie da über die Dauer der lebenslangen Haftstrafe sagen ist dummes Zeug. Lebenslang bedeutet im deutschen Strafrecht MINDESTENS 15 Jahre. Vorher kann gar nicht über eine Entlassung auf Bewährung beraten werden. Stellt das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, geht sowieso nix mit vorzeitiger Entlassung. Im Schnitt werden Lebenslange erst nach 22 Jahren entlassen. Nix mit spätestens 10 Jahre bei guter Führung, wie Sie falsch behaupten. Das ist lediglich ein dummes, falsches Klischee, produziert von erzkonservativen Law-and-Order Freaks, die am liebsten die Todesstrafe sofort wieder einführen wollen, und zu diesem Zweck diese von Ihnen wiedergekäute falsche Angstpropaganda von den nach wenigen Jahren entlassenen Mördern unter das leichtgläubige, leider teils zu einfach gestrickte Volk bringen.
@Moderation: Warum wird dieser rechtsradikale Off Topic Müll von A.Merkel, am 02.09.2010 um 22:54 eigentlich hier veröffentlicht bzw. nicht gelöscht?
22:54
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21:45
Vielleicht solltest Du Dich mal informieren, was Mord im strafrechtlichen Sinn bedeutet, bevor Du so eine Frage hier stellst, harrass.
Jemanden mit einem Kabel zu erwürgen, oder blindlings durch eine Tür zu schiessen ist ein himmelweiter Unterschied, strafrechtlich.
Und Lebenslang bedeutet im deutschen Strafrecht nur maximal 15 Jahre.
Bei guter Führung ist der Täter in spätestens 10 Jahren wieder frei.
Rechnet man noch die U-Haft an, ist Marco K. also vermutlich 2019 wieder ein freier Mann.
19:15
Seltsam, wieso lebenslang ?
Vielleicht weil sie Millionärin war ?
Irgendwie habe ich schon ewig kein Lebenslang mehr für Mord gehört.
Was hat eigentlich der Typ bekommen, der gerade vor paar Monaten einen Polizisten durch eine geschlossene Türe ermordet hat ?