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Lady Gaga und das 80-Kilo-Model

25.09.2009 | 21:52 Uhr
Lady Gaga und das 80-Kilo-Model

Lady Gaga, die Trendsetterin: Kaum turnt sie blutbeschmiert über die Bühne, da machen es ihr schon die Models nach. Zum Auftakt der Mailänder Modewoche lief eine blutbesudelte Halbnackte über den Laufsteg. Die Möglichkeiten, das Publikum noch zu schockieren, werden langsam knapp.

Andererseits: Schockierender fanden viele vermutlich, dass Lizzie Miller die Kollektion von Elena Miró präsentieren durfte – mit unvorstellbaren 80 Kilo Lebendgewicht. (Allerdings bei üblicher Model-Länge.) Einen Alibi-Rundling braucht's halt zwischen den Magermodels, damit man wieder beruhigt zur Normalität zurückkehren kann.

Normal ist es nämlich heutzutage, wie Victoria Beckham auszusehen. Glaubt sie jedenfalls. Zwar sehen das sogar die seriösen britischen Blätter anders: Sie wirke selbst zwischen den Models wie verhungernd, schrieben die jüngst. Da hatte selbst Klatschspalten-Profi Posh-Spice die Faxen dicke – und schoss scharf zurück: Geradezu „unverantwortlich” sei die Diskussion über ihr Gewicht, wütete die 35-Jährige im „Daily Mirror”. Sie sei schließlich ein Vorbild für die Jugend. Eben – und deswegen wird diskutiert.

Und wenn Vic wirklich so viel Energie hat, wie sie beteuert, dann fragt man sich, wofür die draufgeht. Fürs Lächeln jedenfalls nicht. Eher fürs Anziehen. Wer die Wahl hat . . . Und davon hat Victoria reichlich. Die „Gala” lässt uns diese Woche einen Blick in den Kleiderschrank von Mrs. Shopping werfen – und der ist echt gigantisch: 300 000 Euro soll die begehbare Schatzkammer gekostet haben – also ohne Klamotten drin. Aber dafür mit Kristalllüster und einem Andy-Warhol an der Wand. Eine Kamera filmt Mama Beckham zudem von allen Seiten, und ein Computer wirft alle Infos zum Kleid des Tages aus. Wann gekauft, wo getragen – da kann man schon durcheinander kommen bei über 200 Sonnenbrillen und 800 Paar Schuhen.

Aber Davids Gattin weiß ja um ihre Schwächen. „Ich bin halt ein Mode-Messie”, gab sie jüngst zu. Victoria, da hast du was falsch verstanden: Messies, das sind die mit dem Chaos in der Hütte. Und nicht die, die einmal getragene Kleidung von L.A. nach England ins eigene Lagerhaus verschicken.

Andererseits: Vielleicht lohnt es sich ja doch, das Zeug aufzubewahren. Für Freundinnen etwa. Suri Cruise hätte bestimmt Interesse: Beim Shopping mit Mama Katie Holmes stöckelte Hollywoods Modepüppchen Nr. 1 jedenfalls auf rund fünf Zentimeter hohen Silbersandalen durch die Läden. Praktisch: Später kann die Dreijährige dann ja ihre erste Schönheits-OP mit einem neuen Kniegelenk verbinden.

Britta Bingmann

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