Krebsschmerzen können gelindert werden
29.12.2009 | 09:52 Uhr 2009-12-29T09:52:00+0100
Essen. Mindestens 70 Prozent der Krebspatienten leiden unter starken Dauerschmerzen. Dabei müssen sich Betroffene nicht dem Schmerz ergeben. Vor allem durch Gespräche mit dem Arzt und individuelle Therapien, kann vielen geholfen werden.
Während einer Krebserkrankung können Schmerzen zum einen durch den Tumor, zum anderen aufgrund der Behandlung entstehen. Schlimm für den Patienten, aber nicht aussichtslos. Denn: Schmerzen können mit modernen Therapien häufig beseitigt oder zumindest auf ein erträgliches Maß gelindert werden.
Therapie von Krebsschmerzen ist möglich
Wichtig ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient. Indem er die Beschwerden so genau wie möglich beschreibt, kann jeder Patient selbst wichtige Hinweise zu einer guten Therapie geben. Die Behandlung der Schmerzen muss individuell erfolgen und sich an den Schmerzen orientieren. Auch bei der Therapiekontrolle und die Meinung des Patienten sind gefragt.
Therapie muss ständig angepasst werden
Bei den meisten Patienten ändern sich die Schmerzen während der Therapie. Deshalb sind ständige Kontrolle und Anpassung wichtig. Dabei überprüft der Arzt, ob sich Schmerzintensität oder die Leistungsfähigkeit des Kranken verändert haben und wie der Betroffene die eingenommenen Medikamente vertragen hat. Aber auch die Zufriedenheit des Patienten mit der Therapie ist ein wichtiges Kriterium für dessen Fortsetzung oder Umgestaltung.
Wenn Schmerzen stärker werden
Das "Forum Schmerz" gehört zum Deutschen Grünen Kreuzes e.V., der ältesten Organisation für Gesundheitsaufklärung in Deutschland. Das DGK beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit chronischen Schmerzsyndromen, ihrer Prävention, Diagnostik und Therapie. Um für diese Aktivitäten einen höheren Wiedererkennungswert in der Öffentlichkeit zu schaffen und gleichzeitig eine Kooperationsplattform für andere Institutionen anzubieten, wurde das Forum Schmerz gegründet.
Neben chronischen Schmerzen leiden Tumorpatienten häufig auch unter starken, anfallsartigen Schmerzattacken. Trotz einer effektiven Therapie des Grundschmerzes kommen die so genannten Durchbruchschmerzen bei mehr als der Hälfte der Tumorpatienten vor.
Ursache können falsche Bewegungen, unvorhergesehene Beanspruchungen, aber auch eine schlechte Nachricht oder Zukunftsangst sein. Manchmal treten sie jedoch ohne ersichtlichen Grund auf.
Betroffene sollten sich den starken Schmerzen nicht ergeben, sondern unbedingt bei ihrem Arzt Hilfe suchen.
Hilfe durch Selbsthilfegruppen
In Selbsthilfegruppen hat man die Möglichkeit, über die Probleme, die die Erkrankung mit sich bringt, zu sprechen. Dort erhält man Informationen, kann Vorträge von Fachleuten zum Thema hören und Fragen stellen.
Deshalb sind hier die besten Voraussetzungen gegeben, Verständnis und Unterstützung zu finden. Untersuchungen haben mittlerweile bewiesen, dass die medikamentöse Behandlung durch die aktive Mithilfe der Betroffenen wesentlich in ihrer Effektivität gesteigert wird.
Quelle: Forum Schmerz
23:51
#2 von eaott, Ein anderer Grund bewegt viele ÄrzteInnen, die Abgabe von starken Morphinen zu verweigern. Diese Morphine machen süchtig, und eben dieses können Ärzte oft genug nicht ihren Patienten gegenüber verantworten.
Wie fragwürdig diese Haltung ist, mag sich jeder selber fragen, wie Prioritäten gesetzt werden sollten, vor allen, wenn Krebspatienten im Endstadium das Leiden verringert werden kann.
Gruß
23:51
Die Palliativmedizin ist schon weit fortgeschritten.
Informationen gibt es im Internet und Palliativmedizin o.,ä. Eintragungen.
08:14
@ sprichdichaus
Wahrscheinlich werden die Budgets der Ärzte für Medikamente von der andauernden Medikation mit teuren Schmerzmitteln zu stark strapaziert.
Daß die Gewinne der Phamaindustrie dadurch zu sehr steigen, sollte bei dieser ReGIERung doch wohl nicht das Problem sein.
21:36
Sicherlich können Krebsschmerzen gut gelindert werden. Der Artikel beschreib viele hilfreiche möglichkeiten. Doch leider sind viele Ärzte nicht bereit, egal aus was für Gründen starke Morphine zu verschreiben was dem Krebspatienten wenn man es mal vorsichtig ausdrückt zu einem angenehmeren Leben verhelfen könnte. Die Schmerztherapie steckt in Deutschland und vielen anderen Ländern noch in den Kinderschuhen.