Kräftiges Herz bremst Alterung des Gehirns
10.08.2010 | 08:03 Uhr 2010-08-10T08:03:00+0200
Dallas. Herz- und Hirngesundheit scheinen in einem engen Zusammenhang zu stehen. Das fanden amerikanische Forscher heraus. Wer herzgesund lebt, tut damit auch etwas für sein Gehirn.
Ein kräftiges Herz kann offenbar die Alterung des Gehirns bremsen. Eine amerikanische Studie deutet darauf hin, dass eine geringe Pumpleistung des Herzmuskels ein stärkeres Schrumpfen des Denkorgans im Alter begünstigt. Dies gilt auch für jene Menschen, die nicht an Herzschwäche oder koronarer Herzerkrankung leiden.
Die Forscher der Universität Boston untersuchten Herzkraft und Hirngröße bei rund 1.500 Menschen im Alter von 34 bis 85 Jahren. Je schwächer die Pumpleistung des Organs ausfiel, desto kleiner war tendenziell das Volumen des Gehirns, wobei die Forscher auch die Körpergröße berücksichtigten. Dieser Zusammenhang galt auch für jene Teilnehmer, die keine Herzerkrankung hatten.
Verbindung ist nicht auf Her-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen
„Die Resultate deuten darauf hin, dass der Herzindex und die Hirngesundheit miteinander zusammenhängen“, sagt die Neurologin Angela Jefferson. „Diese Verbindung kann man nicht Herz-Kreislauf-Erkrankungen zuschreiben, denn das Verhältnis blieb auch dann bestehen, wenn wir diese Patienten aus unseren Analysen ausschlossen.“
Insgesamt hatten nur sieben Prozent der Teilnehmer ein Herzleiden, aber bei fast jedem dritten war das Pumpvolumen des Organs gering. Zwar fanden die Forscher keinen Hinweis darauf, dass unter einer geringen Herzkraft auch das Denkvermögen litt. Aber möglicherweise gehe die Schrumpfung des Hirnvolumens einer Einschränkung der Geisteskraft voraus. Warum eine geringere Pumpkraft des Herzens nachteilige Folgen für das Gehirn haben sollte, ist indes unklar. Möglicherweise, so spekulieren die Mediziner, sei der Blutfluss zum Gehirn schwächer. Darunter könne dann die Nähstoffversorgung des Organs leiden.
Herzgesund leben
Ein gesundes Herz ist jedoch kein Zufall, denn man kann viel für die Herzgesundheit tun:
• nicht rauchen
• Sport treiben
• das Übergewicht reduzieren
• sich gesund ernähren
Vor allem die Ernährung hat einen entscheidenden Einfluss. So soll in Mittelmeer-Regionen Herzinfarkt viel seltener vorkommen als im europäischen Raum. Ursache: eine herzgesunde Ernährung. Das heißt viel Obst und Gemüse, magere Milchprodukte, Fisch und Reis. (apn)

13:28
Aha, das kräftige Herz durchblutet das Gehirn besser und deshalb wächst es so ein Blödsinn!
Es besteht lediglich ein Zusammenhang zwischen Herzkraft und Hirngröße, über eine Kausalität wird in der Studie nur gemutmaßt.
Genauso gut könnte es sein, dass eine herzgesunde Ernährung (ausgewogene Fette, Gemüse und Obst) und Lebensweise (Sport in Maßen) gleichzeitig gleichzeitig eine hirngesunde Ernährung darstellt.