Kosten im Gesundheitswesen sind unnötig hoch
06.06.2011 | 05:45 Uhr 2011-06-06T05:45:00+0200
Berlin. Laut der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement bleiben Einsparpotenziale im Gesundheitswesen meistens ungenutzt. 15 bis 20 Milliarden Euro Kosten entstehen beispielsweise, weil Patienten ihre Medikamente nicht einnehmen.
Mit der Förderung der Therapietreue und Gesundheitskompetenz der Betroffenen durch Patientencoaching würde den Patienten viel Leid erspart und gleichzeitig unnötige Ausgaben vermieden. Zu dieser Ansicht gelangte jetzt die Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement (DGbV) und kritisiert, dass die Akteure im Gesundheitsbereich zwar über leere Kassen klagen, aber zu wenig dagegen tun. Für die kommenden Jahre werden sogar weiter steigende Krankenkassenbeiträge prophezeit. Die möglichen Einsparpotenziale werden aber laut DGbV ignoriert oder nur halbherzig angegangen.
Mangelnde Therapietreue kostet viel
So nimmt beispielsweise fast jeder zweite Patient mit einer chronischen Erkrankung die verordneten Medikamente nicht konsequent ein. Selbst Krebs patienten und lebensgefährlich Erkrankte setzen häufig von sich aus die vom Arzt verordneten Pharmaka ab. Durch diese mangelnde Therapietreue ist nicht nur der Behandlungserfolg gefährdet, sondern werden in Deutschland auch viele Krankheiten chronisch, was mit zusätzlichen Folgekosten in Höhe von etwa 15 bis 20 Milliarden Euro verbunden ist. Zudem kritisiert die Gesellschaft, dass zahlreiche Kliniken ineffektiv arbeiten und Verluste machen, für die der Steuerzahler aufkommen müsse. Viele Krankenhäuser seien für die Versorgung der Bevölkerung überflüssig geworden. Dennoch kokettierten zahlreiche Bürgermeister und Landräte mit der tollen Gesundheitsversorgung in ihrer Region. Das sei ein Politikum, da über sieben Milliarden Euro im Krankenhausbereich eingespart werden können. Daher fordert die DGbV von den Politikern eine konsequente Ausrichtung der medizinischen Leistungen. Dabei hat sie sich an dem Bedarf der Bevölkerung zu orientieren. (mp)
09:32
Da ja trotz , das alles teurer wird im Krankenwesen, sich die Kassen immer noch neue Verwaltungen hinbauen, braucht man sich nicht wundern das die Beiträge immer weiter erhöht werden...
08:50
Das gesamte Gesundheitswesen hat sich doch zu einer Schattenwirtschaft innerhalb der Gesamtwirtschaft entwickelt. Hier ist alles teurer als nötig und als im normalen Handel. Ein Rollator z.B. ist bei Real für 100 Euro zu haben, der gleiche kostet, aus dem Gesundheitswesen finanziert, 500 Euro, nur mal so als Beispiel. Das gilt für alle Heil- und Hilfsmittel genauso wie für Medikamente. Das Geld kommt ja schließlich automatisch von den Versicherten, da kann mans ja leicht ausgeben, genauso wie es Bund, Land und Kommune mit den Steuergeldern treiben.
05:58
Völlig klar !
Die Krankenkassenbeiträge werden weiter steigen.
Da wird jetzt schon mal vorgewarnt und eingestimmt.
Und der Schuldige ist der böse Patient, welcher seine Tabletten nicht einnimmt.