Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz
06.01.2010 | 09:34 Uhr 2010-01-06T09:34:00+0100
Essen. Sind die Kopfschmerzen eher pulsierend und pochend oder drückend und dumpf? Die Antwort fällt vielen Patienten oft schwer. Aber: Eine eingehende Selbstbeobachtung ist meist der erste Schritt zur Besserung.
Die verschiedenen Symptome von Kopfschmerzpatienten führten bei Ärzten lange zur Verwirrung. Erst 1988 hat sich die internationale Kopfschmerzgesellschaft auf ein Ordnungssystem geeinigt, welches mittlerweile 160 Arten umfasst.
Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz
Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Die verschiedenen Arten müssen jeweils anders behandelt werden. Deshalb ist die richtige Diagnose wichtig.
Die häufigsten Kopfschmerzen sind Spannungs- und Migränekopfschmerzen. Der Spannungskopfschmerz ist beidseitig dumpf drückend und um den ganzen Kopf herum spürbar. Er wird in der Regel nicht von Übelkeit, Licht- oder Lärmempfindlichkeit begleitet.
Der Migräne-Kopfschmerz ist dagegen vorwiegend einseitig zu spüren. Er ist pulsierend und pochend und meist sehr stark. Durch Bewegung wird er oft schlimmer, womit er den Alltag erheblich eingeschränkt. Außerdem wird er durch Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen begleitet.
Die Einteilung ist oft nicht einfach, da es auch zahlreiche Mischformen gibt, die die Behandlung erschweren. Außerdem kann man auch an beiden formen leiden.
Häufig ist es hilfreich, ein Schmerztagebuch zu führen. Stärke, Dauer, Beschaffenheit, Begleiterscheinungen lassen eventuell Schlüsse ziehen und Regelmäßigkeiten erkennen und so Schlüsse auf die Ursache zu.
Kopfschmerzmittel – auf Dauer keine Hilfe
Vom 5.09.2009 bis zum 12.09.2009 finden in vielen Apotheken und beim Deutschen Grünen Kreuz (DGK) Informationsveranstaltung rund um das Thema Kopfschmerzen statt.
Laut einer Befragung des Markt- und Sozialforschungsinstituts (Ifak) verwenden zwanzig Prozent der Deutschen ein bis zwei mal im Monat ein Kopfschmerzmittel. Das ist keineswegs harmlos: Die Medikamente können süchtig machen und sogar Schmerzen verursachen.
Ärzte raten, mindestens zwanzig Tage im Monat keine Schmerzmittel einzunehmen. Wer stattdessen die Dosis nur verringert, geht trotzdem das Risiko ein Schmerzen auszulösen. Denn dazu reichen schon sehr kleine Mengen.

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Zu Cluster-Kopfschmerz siehe auch
http://www.dmkg.de/presse/2009/0306.html