Online Sprechstunde
Knochenkrebs beim großen Hund
18.05.2010 | 09:11 Uhr 2010-05-18T09:11:00+0200
Essen. Eine kranke Bernersennen-Mischlingshündin macht ihren Besitzern Sorge. Luzie leidet unter einm Krebstumor. Was die Tierärzte raten, lesen Sie hier.
Helmut Gmeiner ist Fachtierarzt für Kleintiere. Er studierte Tiermedizin an der LMU München. 1991 erhielt er seine Approbation als Tierarzt.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind Orthopädische Chirurgie und Augenheilkunde.
Frage: Unser Berner/Labrador-Mischling Luzie ist zehn Jahre alt macht uns Kummer. Sie hat an der Rippe eine Handballgroßes Knochenkrebs-Geschwür, das weiter wächst. Damit lebt Luzie bereits seit zwei Jahren. Nun bekommt sie fast täglich Nasenbluten, wir nehmen an das kommt vom Schmerzmittel Metacam. Sie schaut noch recht fröhlich drein und geht noch kleinere Runden durch den Wald und an den Strand. Wir scheuen uns noch vor der letzten Entscheidung, Vielleicht gibt es noch eine Hilfe?
Tierärzte: Der Brustwandtumor von "Luzie" ist vermutlich schon zu weit fortgeschritten, als das er noch operativ angegangen werden könnte: Im Jahr 2001 habe ich eine Fachveröffentlichung im "Der Praktische Tierarzt" dazu geschrieben. Titel: Chirurgische Versorgung von malignen, rippenassoziierten Brustwandtumoren beim Hund.
Christoph Höptner studierte Tiermedizin an der Università Degli Studio Milano. Seine Approbation als Tierarzt erhielt er im Mai 1995.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Kardiologische Diagnostik - einschließlich Farbdopplersonographie - und die abdominale Chirurgie.
Die Blutungsneigung von Luzie wird eher nicht vom eingesetzten Schmerzmittel Metacam herrühren, vielmehr dürfte ein sogenanntes paraneoplastisches Syndrom des hämatopoeitischen Zellsystems dafür veranwortlich sein. Einfach ausgedrückt bedeutet das einen übermäßigen Verbrauch von Gerinnungsfaktoren durch den Tumor, oder eine zu geringe Produktion selbiger, wodurch wiederum eine erhöhte Blungsneigung entsteht. Auch Tumormetastasen im Bereich der Nase (insbesondere Siebbein) sind möglich. Sofern die Ursache der Gerinnungsstörung eruiert werden kann, ist eine gezielte symptomatische Therapie eventuell möglich, eine Heilung ist nicht zu erwarten .
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Weitere Informationen zur Praxis von Dr. Gmeiner und Dr. Höptner finden Sie unter http://www.kleintierpraxis-mh.de/

11:27
schön das es die Tierärzte wieder gibt.