Fotostrecke
Knight & Day
19.07.2010 | 16:34 Uhr 2010-07-19T04:34+0200Tom Cruise und Cameron Diaz schießen sich in "Knight & Day" durch die Welt.
Mit Cameron Diaz und Tom Cruise hat Hollywood ein Dream Team des Popcorn-Kinos gebildet. Die beiden Topdarsteller, die schon 2001 bei dem Mystery-Thriller "Vanilla Sky" gemeinsam vor der Kamera standen, spielen in "Knight and Day" erstmals zusammen die Hauptrollen. James Bond ist ein Waisenknabe gegenüber dem schier unverwundbaren Superagenten, den Cruise in der Kombination aus Spionage-Actioner und romantischer Komödie verkörpert, Diaz eine sexy Begleitblondine dazu.
Der Undercover-Agent Roy (Cruise) steht im Verdacht, außer Kontrolle geraten zu sein, weil er einen Auftrag ausführt, den er gar nicht beenden soll. Auf dem Flughafen von Wichita begegnet er der hübschen Blondine June (Diaz), die alte Autos repariert. Als June im Flugzeug nach Boston von der Bordtoilette zurückkehrt, hat Roy die beiden Piloten und eine Reihe von Schurken erschossen, die ihn angeblich umlegen wollten.
Notgedrungen landet Roy die Maschine in einem Kornfeld, betäubt June und entführt sie. Für das patente Girl vom Land beginnt ein atemloser Trip rund um die Welt, denn der Agent flüchtet nicht nur vor CIA- und FBI-Agenten, sondern auch vor den Schergen eines brutalen Waffenhändlers (Jordi Molla).
Jagd nach der Energiequelle
Sie alle wollen Roy einen batteriegroßen Gegenstand abjagen, in dem sich eine unerschöpfliche Energiequelle befindet. Erfunden hat sie der exzentrische Wissenschaftler Simon (Paul Dano), den Roy ebenfalls zu schützen sucht. Während die Flucht über Jamaica, Salzburg und Sevilla zunehmend zu einem riskanten Spiel mit falschen Identitäten und waghalsigen Rettungen in letzter Sekunde avanciert, wird Roy und June klar, dass sie nur zusammen den Hals aus der Schlinge ziehen können.
Die Superbatterie ist ein typischer sogenannter MacGuffin à la Alfred Hitchcock, also ein letztlich unwichtiger Gegenstand, hinter dem aber alle her sind. Wie das Beispiel zeigt, orientiert sich der Regisseur James Mangold, der zuletzt mit Filmen wie "Walk the Line" und "Todeszug nach Yuma" hervortrat, gerne an eleganten Abenteuerfilmen wie Hitchcocks "North by Northwest" und klassischen Krimikomödien wie Stanley Donens "Charade".
Jede Menge Action und ein wenig Romantik
Endlich mal ein filmisches Sommerspektakel, das nicht auf einem Comic, Spielzeugfiguren oder einer TV-Serie beruht, wird mancher Zuschauer sagen. Dafür haben die Autoren einen Plot verfasst, in dem man durchweg vergeblich nach plausiblen Handlungswendungen sucht. Das leichtgewichtige Non-Stop-Globetrotter-Abenteuer bietet jedoch jede Menge High-Speed-Action, angereichert mit einer Prise Romantik und Humor.
Der schnelle interkontinentale Wechsel der Schauplätze und das Superagentenimage Roys erinnern vordergründig an die 007-Filme, doch seine Heldenaura übertrifft angesichts von tausenden Kugeln, die ihn und June bei den Feuergefechten verfehlen, die von James Bond bei weitem.
Im Vergleich zur hohen Action- und Spezialeffekte-Quote kommt der Romantik-und Flirt-Faktor leider zu kurz: Dabei verschenkt Mangold vor allem das Potenzial der geborenen Komikerin Diaz, zumal die Chemie zwischen ihr und Cruise ja stimmt - die beiden agieren mit großer Spiellaune. Neben ihnen bleiben versierte Darsteller wie Peter Sarsgaard, Maggie Grace und Viola Davis kaum mehr als Stichwortgeber. (ddp)