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Kleiner Konvent und Anbetung

28.08.2008 | 20:47 Uhr

Olpe. Was die WP bereits vor Wochen exklusiv berichtete, wird jetzt umgesetzt: Die Olper Schwestern kommen vom Kimickerberg wieder in die Stadt.

Gestern gab die Generaloberin der Armen Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe, Sw. Mediatrix Nies, offiziell bekannt, dass man sich mit der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus geeinigt habe und die Vikarie Auf der Mauer 3 in bälde kaufen wird. Damit ist eingetroffen, was unsere Zeitung bereits im Vorfeld berichtete. Auch Pfarrer an St. Martinus, Clemens Steiling, bekräftigte den Deal mit den Schwestern, der zwar noch nicht getätigt, aber dennoch in trockenen Tüchern sei. Über Preise wollten beide Parteien nicht reden.

Während Pfarrer Steiling meinte, dass es für die Pfarrgemeinde ein Segen sei, wenn die Schwestern wieder näher an die Martinuskirche kommen, betonte Sw. Mediatrix, dass man ihrerseits mit dem Haus Auf der Mauer besonders in die Nähe der Geburtsstätte der Ordensgründerin (heutige Grill am Markt in der Frankfurter Straße), Mutter Maria Theresia Bonzel, gelange. "Die Schwestern gehören nicht in den Wald, sondern in die Stadt", sagte Steiling.

Das Haus auf der Mauer soll bald umgebaut werden, so die Oberin der deutschen Provinz, Sw. Alexa. "Wir wollen noch deutlich vor Weihnachten 2009 dort einziehen!"

Gedacht ist an einen kleinen Konvent mit drei bis vier Schwestern. Eine kleine Hauskapelle soll entsstehen, worin Aussetzung und ewige Anbetung stattfinden kann. Mitbürger der Stadt sind herzlich willkommen, hier zu beten, zu verweilen und auch auch ein paar Worte mit den Schwestern zu sprechen.

Die Generaloberin betonte, dass die Schwestern keinesfalls beabsichtigen, die 92-jährige, aber außerordentlich rüstige Getrud Göckler, aus dem Haus zu mobben. "Sie kann, solange sie will, dort wohnen bleiben", versicherte die Generaloberin. "Und auch Pfarrer Steiling darf weiterhin seine Garage behalten."

Die Schwestern des neuen Konvents, die übrigens namentlich noch nicht fest stehen, werden keine Aufgabe in der Pfarrgemeinde übernehmen. Auch sollen es keine der bislang noch 38 Schwestern aus dem Mutterhaus sein, die in die Stadt ziehen. Sw. Mediatrix: "Aber es gibt bereits Bewerbungen aus ganz Deutschland."

Auch das Generalat wird nicht dort einziehen. Pfarrer Steiling ist sich sicher, dass über das neue Haus auch der Kontakt von Olpern und Fremden hin zum Mutterhaus intensiviert wird.

Von Paul Rötz

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