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Klare Grenzen für Internetspione

08.06.2012 | 18:53 Uhr
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Eine beschmierte Hausfassade, erkennbar bei Google StreetView, und eine 1b-Wohngegend. Das flapsige „Haste mal nen Euro?“ im Chat und ein weniger gut beleumdeter „Freund“ bei Facebook. Unwichtiges Zeug. Geht keinen was an.

Geht keinen was an? Für die Schufa, die Auskunftsfirma, die unsere finanzielle Zuverlässigkeit möglichen Kreditgebern bezeugt, könnten sich solche Spuren im Netz zu entscheidenden Hinweisen auf Unzuverlässigkeiten oder ein anhaltend leeres Portemonnaie verknüpfen. Und das war’s dann mit dem Autokredit.

Wollen wir das? Wollen wir einen Alltag, in dem jede missverständliche Information in den von Millionen bevölkerten sozialen Netzwerken fehlinterpretiert werden kann? Nein. Und deshalb ist es gut, dass die Beteiligten an dem Projekt Kreditspionage die Notbremse gezogen haben. Nicht aus Einsicht übrigens, sondern weil selbst die Bundesregierung Teil der Wutwelle wurde.

Ein Rest Misstrauen bleibt. Wieso mussten die Pläne politisch gestoppt werden? Wieso waren sie nicht von vorneherein rechtswidrig? Man soll nicht immer nach neuen Gesetzen rufen. Hier aber würde klare Grenzziehung nicht schaden.

Dietmar Seher

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Kommentare
09.06.2012
10:32
Klare Grenzen für Internetspione
von bernieabg | #1

Prima Kommentar, kurz und knapp und alles drin.

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