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Kempen hat seine Stärken im Angriff

09.10.2009 | 22:00 Uhr
Kempen hat seine Stärken im Angriff

Damen-Handball. Regionalligist TuS Lintfort ist gewarnt. Nach der Partie gegen Kempen ist Herbstpause – der Spielbetrieb wird erst wieder am 1. November aufgenommen.

Für die Spielerinnen des TuS Lintfort ist es ganz wichtig, den Spannungsbogen aufrecht zu halten. Während das vergangene Wochenende noch spielfrei war, steht das Team um Trainerin Bettina Grenz-Klein am Sonntag um 17 Uhr bei der Vereinigte Turnerschaft Kempen auf dem Prüfstand.

Auch Eefje Huijsmans ist gefordert. Foto: Olaf Fuhrmann / WAZ FotoPool

Jetzt allerdings, ist noch einmal volle Konzentration angesagt. Die Partie in Kempen wird ein heißer Tanz. Zum einem stellen die Gastgeberinnen eine intakte Truppe und zum anderen, ist der lokale Charakter nicht von der Hand zu weisen. Ein weiterer interessanter Gesichtspunkt ist, dass Kempen seit dieser Saison von Frank van den Broek trainiert wird. Der Holländer war zuvor als Co-Trainer in Lintfort beschäftigt.

Die Gastgeberinnen (4:2 Punkte) haben ihre Vorzüge ganz klar im Angriff. Das gesamte System ist auf die beiden wurfgewaltigen Rückraumspielerinnen Sandra Ewert und Katrin Stark zugeschnitten. Kempen gilt als heimstark. So wurde unlängst Kontrahent Aachen deutlich mit 37:21 aus der Halle gefegt.

Lintfort ist leichter Favorit, muss aber seine Leistungsgrenze erreichen, um keine böse Überraschung zu erleben. „Ich sehe uns nicht unbedingt in der Favoritenrolle”, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Aber meine Spielerinnen wissen genau, dass in jedem Spiel ein enormer Druck auf ihnen lastet. Dass wir natürlich gewinnen wollen, steht außer Frage.”

Torhüterin Nicole Hillig ist wieder fit

Trainerin Bettina Grenz-Klein kann bei ihrer Aufstellung erneut wählen. Alle Spielerinnen sind fit – auch Torhüterin Nicole Hillig hat mittlerweile ihre Knieprobleme überwunden.

Der Pokalknaller gegen Frisch Auf Göppingen ist nun terminiert: Lintfort empfängt den Bundesligisten in der dritten Runde des DHB-Pokals am Sonntag, 10. Januar, um 16 Uhr, in der Eyller Sporthalle, Eyller Straße.

Ute Hohmann: 32-Jährige bewies ihre Laufstärke

Gar nicht allein ist Ute Hohmann: Sie will mit dem Team in Kempen gewinnen. Foto: Olaf Fuhrmann

Ute Hohmann, dienstälteste Lintforter Spielerin, trägt das TuS-Trikot bereits seit 1995, ist bestens austrainiert. Eine Kostprobe ihrer läuferischen Fähigkeiten stellte sie unlängst beim wir4-Städtelauf unter Beweis. Die 32-jährige Allrounderin gewann mal eben die Halbmarathonstrecke von Lintfort nach Moers - und dass in persönlicher Bestzeit (1:39,1). Aber damit nicht genug: Ute Hohmann hatte nach dem Zieleinlauf keine Zeit, zu verschnaufen oder gar ihre Ehrung entgegenzunehmen. Es hieß nämlich: ab ins Auto, zur nächsten Teilstrecke. In Neukirchen warteten schon ihre Arbeitskollegen der REHA-Rheinland mit denen sie zurück auf die Walkingstrecke, nach 1:33,3 Stunden und Platz 41 in der Tasche, Lintfort erreichte.

Michael Bluhm

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