Keine Erkenntnisse über Islamisten
06.09.2007 | 06:24 Uhr 2007-09-06T06:24:17+0200Kreis Olpe. (wp) Diethard Jungermann (50) ist Leiter der Kreispolizeibehörde in Olpe.
WP: Wurde im Zusammenhang mit Oberschledorn auch im Kreis Olpe nach Terrorverdächtigen gesucht?
Jungermann: Nein, der Kreis Olpe war nach unseren und den Erkenntnissen der zuständigen Staatsschutzdienststelle in Hagen nicht betroffen.
WP: Waren Sie überrascht, als Sie von den Festnahmen im Sauerland erfuhren?
Jungermann: Wir wussten nichts von den Ermittlungen im benachbarten Kreis, insofern waren wir schon überrascht.
WP: Gibt es im Kreis Olpe Islamisten? Werden diese überwacht?
Jungermann: Hier haben Hagener Staatsschutz und wir ebenfalls keine Erkenntnisse, dass zur Zeit Überwachungsmaßnahmen stattfinden.
WP: Welcher "Geist" herrscht in den muslimischen Gemeinden im Kreis Olpe und im Umfeld der Moscheen?
Jungermann: Ganz überwiegend sind die Mitglieder in diesen muslimischen Gemeinden normale Mitbürger, die sich unauffällig verhalten. Wir halten polizeilicherseits Kontakt zu diesen Gemeinden, was auch sehr gut funktioniert. Gewaltbereite islamistische Tendenzen waren für uns bei dieser Kontaktpflege bislang nie erkennbar.
WP: Hat es in den letzten Jahren einmal Überprüfungen von Verdächtigen gegeben?
Jungermann: Nach Auskunft der Staatsschutzdienststelle war dies in der letzten Zeit nicht der Fall.
WP: Besteht nach Oberschledorn Grund zur Besorgnis? Sollten die Bürger gegenüber Fremden argwöhnischer sein?
Jungermann: Aus den bereits gegebenen Antworten ist ersichtlich, dass es im Kreis Olpe keinen Grund zur besonderen Besorgnis für den Bürger gibt. Auch gibt es keinen Anlass zu besonderem Argwohn gegenüber Fremden, denn wie schon gesagt, lebt die ganz überwiegende Zahl von Muslimen unauffällig als Mitbürger in unserer Gesellschaft. Trotzdem - und das zeigt auch der aktuelle Fall im Hochsauerland - sollten die Bürger verdächtige Beobachtungen der Polizei mitteilen.
Die Fragen an Diethard Jungermann stellte Hubertus Heuel

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