Karten werden neu gemischt
27.11.2009 | 22:00 Uhr 2009-11-27T22:00:00+0100Im DVV-Pokal-Achtelfinale stellt sich erneut Volleys Bottrop in Moers vor. In der Bundesliga gewann der MSC 3:0
Zwei Siege hat der Volleyball-Bundesligist Moerser SC in der laufenden Saison nach sieben Spielen erst auf seinem Konto. Beides 3:0-Erfolge, beide in der heimischen Adolfinum-Halle eingefahren. Nach dem Sieg gegen die Piraten vom VC Bad Dürrenberg/Spergau folgte am 30. Oktober der gegen den Nachbarn der Volleys aus Bottrop. Die kommen nun nicht einmal einen Monat später erneut nach Moers. Zum DVV-Pokal-Achtelfinale.
Sonntag, 29. November, 16 Uhr, gibt es nun die Neuauflage der Bundesligapartie. Dann kann Bottrop bei den Moersern die Revanche einfordern – oder die Adler legen nach.
Doch eines ist sicher: die Karten werden neu gemischt. Der Pokal hat eben soviel mit der Liga zu tun wie ein Veganer mit einem saftigen Hüftsteak. Das ist Gesetz. Beinahe.
„Wir wollen immer
gewinnen”
Das sieht auch MSC-Trainer Chang Cheng Liu so, der zwar auf einen erneuten Sieg gegen den Tabellenletzten aus der Nachbarschaft setzt: „Wir geben kein Spiel ab und wollen immer gewinnen, das ist doch klar.” Allerdings weiß er auch, dass das kein Selbstläufer ist. Er hätte es lieber gesehen, wenn den Moersern ein Zweitligist zugelost worden wäre.
Die Adler, Pokalfinalisten der vergangenen Saison, hatten gegen Bottrop einen ihrer besten Tage in der laufenden Meisterschaft erwischt. Die Partie hätte noch stundenlang weitergehen können, ohne dass die Volleys eine Chance gehabt hätten. Genau die rechnet sich der Gegner jetzt allerdings aus. Denn zweimal wollen sich die Volleys in Moers nicht eintüten lassen.
Dafür haben die Volleys umgestellt: Der erfahrene Libero Tom Kröger wechselt die Rolle und spielt nun Annahme/Außen. Kröger ist in der Abwehr gut, im Angriff durch geschicktes Anschlagen und gute Lobs fast fehlerfrei.
Doch angeschlagen sind beide Teams. Bottrop hat in der Liga zuletzt sechs Niederlagen in Folge kassiert, Moers drei. Wirklich fröhliche Volleyballer spielen momentan eben woanders. Das könnte sich allerdings bei den Adlern ganz schnell ändern. Sollten die Moerser ins Viertelfinale einziehen, steht als nächster Gegner Wuppertal auf dem Programm. Und Chang Cheng Liu denkt bereits jetzt an die Meisterschaftspartie bei den Titanen. „Die Spieler müssen sich in der entscheidenden Phase anders verhalten – mit kühlem Kopf spielen. Das wollen wir auch am Sonntag versuchen und in Wuppertal erst recht”, gibt der Coach die Blickrichtung vor.
Doch zuerst wäre ein Erfolg gegen Bottrop und damit das Weiterkommen im Pokal fürs Selbstvertrauen wichtig. Erst dann sollte der Meisterschaftssieg Nummer drei gegen die Wuppertaler Titans ernsthaft ins Auge gefasst werden.

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