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Paul Wagener gewinnt -...

Kandidat von SPD, UWG, Grünen und FDP tritt Nachfolge von Rüdiger Bartsch (CDU) an

31.08.2009 | 07:50 Uhr

Paul Wagener ist neuer Bürgermeister der Stadt Netphen. Mit deutlichem Vorsprung schaffte der parteilose Kandidat, der von SPD, UWG, Grünen und FDP nominiert wurde, den Einzug in das Rathaus.

Der parteilose Kandidat Paul Wagener wird neuer Bürgermeister in Netphen. Er tritt die Nachfolge von Rüdiger Bartsch an, der nicht wieder antrat. Foto: Michael Kunz

Kreissozialdezernent Helmut Kneppe, der von der CDU vorgeschlagen wurde und eigentlich als Favorit galt, blieb zweiter Sieger, auch Einzelbewerber Wolfgang Decker verfehlte sein Wahlziel.

Überhangmandate im Netphener Rat

Die überraschende Entwicklung deutete sich zunächst an, als die kleinen Ortsteile Mehrheiten für Wagener meldeten. Der Brauersdorfer, der in seinem Heimatort rund drei Viertel der Stimmen errang, wurde im Ratssaal mit immer neuen Beifallssalven gefeiert.

Im Netphener Rat selbst spiegelt sich das Ergebnis der Bürgermeisterwahl nicht. Die CDU bleibt stärkste Fraktion, die UWG lässt Federn, die SPD gewinnt leicht hinzu. Neu im Rat vertreten ist die Linke, den Einzug verfehlte die FDP. Weil die CDU wesentlich mehr Direktmandate gewann, als ihr nach der prozentualen Stimmenverteilung an Sitzen insgesamt zustehen, wird der neue Rat mit Überhang- und Ausgleichsmandaten von 38 auf 43 Sitze vergrößert. Paul Wagener sagte nach seinem Sieg, er sei „begeistert”, sprach von einer „Trendwende” und einem „Generationswechsel”.

Kreissozialdezernent Helmut Kneppe (CDU, in der Bildmitte) scheiterte überraschend. Foto: Michael Kunz

Helnut Kneppe gestand, er sei „traurig”: „Ich habe etwas anderes erwartet.” Kneppe vermutete, dass Wagener seinen Sieg letztlich der Konkurrenz zweier Kandidaten aus dem bürgerlichen Lager verdankt. Der andere, Einzelbewerber Wolfgang Decker, zeigte sich nur kurz im Ratssaal. Auch er hatte sich anderes ausgerechnet - zumindest den Platz eines zweiten Siegers.

In Hilchenbach ändert sich wenig

In Hilchenbach war die Bürgermeisterwahl schnell entschieden. „Es hat sich gezeigt, dass gute Arbeit ankommt”, sagte der von einer Dreiviertelmehrheit bestätigte Hans-Peter Hasenstab, der das Ergebnis als „Ansporn für die nächste Periode” wertete. Enttäuscht äußerte sich Hans-Georg Ballbach (CDU): „Ich persönlich hatte mit 30 Prozent gerechnet.”

Im Hilchenbacher Rat gibt es, was die Kräfteverteilung angeht, kaum Veränderungen. Die SPD ist allerdings nun wieder mit knappem Vorsprung stärkste Fraktion vor der UWG, die CDU wurde leicht geschwächt.

Steffen Schwab

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