Jungfernfug ans Ende der Welt
16.12.2009 | 20:04 Uhr 2009-12-16T20:04:00+0100Janna Wohlfarth, Till Wohlfahrt und Maren Sender treten bei den Einrad-Weltmeisterschaften in Wellington/Neuseeland an. In einer Reise-Kolumne berichten sie direkt aus dem Trubel der WM und der Besinnlichkeit der grandiosen Natur.
Endlich da!!!
Der Flieger ist in Neuseeland, dem angeblich schönsten Ende der Welt, gelandet. Am Airport in Auckland lasse ich meinen ersten Flug überhaupt nochmal revue passieren.
Nach vielen Verabschiedungen und langen Wartezeiten am Flughafen Frankfurt sitze ich im Flieger. Der Start ist ein tolles Gefühl. Einerseits die Beschleunigung, aber auch die Freude auf meine Reise. Ich bin aber auch etwas nervöss und spüre in mir Heimweh. Schon vor der Landung. Egal: Die Aufregung hält mich vom schlafen ab und ich verbringe die Zeit mit Harry Potter, Herr der Ringe und Forrest Gump. Nach dem Zwischenstop in Seoul weicht die Anspannung der Erschöpfung. Die Sitze im Flieger zwischen Seoul und Auckland sind bequemer, ausserdem gibt es keine Bildschirme: Endlich schlafen! Plötzlich wache ich abruppt auf. Es ist gleissend hell und das Flugzeug rappelt fürchterlich. Grad so, als würde es über eine sehr schlechte Straße fahren, dabei sind wir immer noch auf 10 000 m Höhe und rechts ranfahren geht ganz bestimmt nicht. Mir ist schlecht, schwindelig und ich habe Bauchschmerzen, wahrscheinlich sogar etwas Angst. Auch mein Zeitgefühl habe ich verloren. Ich bin abends in Frankfurt gestartet und komme nach 24 Stunden morgens, zwei Tage später in Auckland an. So, jetzt muss ich aber endlich meinen Bruder finden, der schon seit fünf Tagen hier ist. Nach ca. 15 Minuten finde ich ihn in dem internationalsten Fast-Food-Restaurants aller Fast-Food-Restaurants. Typisch. Es ist schön ihn endlich zu sehen, fast so schön wie das Wetter (25 Grad). Er schwärmt von Neuseeland und ich schaffe es kaum, ihm von meinem Flug zu erzaehlen.
Seine Begeisterung springt auf mich über und ich bin trotz des anstrengenden Fluges fit. Am Airport trainieren wir einige Einradtricks zusammen. Die Flughafengaeste finden es toll. Gleich geht es weiter nach Christchurch. Ich bin in Neuseeland angekommen.

0mitdiskutieren