Jürgen Böcking bringt seit zehn Jahren "viele neue Ideen ein"
18.04.2008 | 17:28 Uhr 2008-04-18T17:28:40+0200Siegen. (khm) "Großer Bahnhof im Alten Bahnhof" für Jürgen Böcking. In einer geheimen Kommandosache hatten seine Vorstands-Kollegen des FLVW-Kreises Siegen-Wittgenstein die Ehrungen vorbereitet - genau auf den 17. ...
... April abgestimmt. Warum? An diesem Tag, am 17. April 1998, wurde Jürgen Böcking zum neuen Kreis-Vorsitzenden gewählt. In der Aula der "Eicherseite" in Büschergrund beerbte er den damaligen Kreis-Chef, Rudolf H. Müller (VfB Burbach).
Der in Salchendorf wohnende Burbacher war es auch, der damals den Littfelder, gerade mal 38 Jahre, zu seinem Nachfolger "auserkoren" hatte - und Jürgen Böcking erhielt das Vertrauen der Delegierten. Rudolf H. Müller hatte schon seinerzeit die Fähigkeiten des jungen Littfelders erkannt, ihm war er aufgefallen, wenn es irgendwo irgendwas zu diskutieren galt - Jürgen Böcking zählte damals zu den "jungen Wilden".
"Er brachte viele neue Ideen ein", so sein Stellvertreter und Kreisschiedsrichter-Obmann Ralf Plate in seiner Laudatio, die er mit lockeren Worten hielt. Jürgen Böcking zeigte sich immer verlegener, als das "Loblied" auf ihn gesungen wurde.
Und dann war es soweit: Ralf Plate ließ die berühmte "Katze aus dem Sack". Jürgen Böcking erhielt die Ehrennadel des FLVW-Kreises Siegen-Wittgenstein in Gold. Eine kleine Träne der Freude, der Rührung verdrückte er heimlich, als ihm die Nadel angesteckt wurde. "Du darfst dich aber noch nicht wieder hinsetzen, es geht noch weiter", so der Eiserner Ralf Plate und übergab das Wort einem Gastredner, dem Kreisvorsitzenden aus Lüdenscheid und Freund von Jürgen Böcking, Peter Wolf.
Und auch der hatte eine Urkunde im Gepäck - nämlich die für die ebenfalls goldene Version der Verdienstnadel des Verbandes, des FLVW. Jetzt war der (bald) 48-jährige Littfelder Verwaltungsbeamte total gerührt, atmete kurz durch und meinte, "ich muss nun aber auch was sagen."
Der Flachs blühte natürlich zwischen den Zeilen. Dazu muss man wissen, dass Ralf Plate, ein eingefleischter Bayern-Fan, einen eingeschriebenen Schalker ehrte - und das blieb nicht ohne Folgen.

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