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Judith Rakers will nicht in Schublade gesteckt werden

14.12.2012 | 14:02 Uhr
Judith Rakers will nicht in Schublade gesteckt werden
Judith Rakers wird am Montag die ARD-Show "Einfach Magisch" moderieren.Foto: dapd/Michael Gottschalk

Essen.  Die "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers möchte nicht in eine Schublade gesteckt werden. Moderne Frauen würden mehr als nur eine Rolle einnehmen. Sie selber probiert gerne Neues aus und wird am Montag die ARD-Show "Einfach Magisch" moderieren.

Von klassischen Rollenbildern hält "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers nichts. "Die Einteilung von Frauen in Modepüppchen, Karrierefrau, Emanze oder Mutter sind alles Klischees, die mit den heutigen Frauen nichts mehr zu tun haben", sagte die 36-Jährige der Nachrichtenagentur dapd. Auch sie selbst wolle nicht mit einem Etikett versehen werden: "Ich war noch nie gerne in einer Schublade."

Viele Freundinnen von ihr tickten genauso: Sie seien in ihrem Job "wahnsinnig gut", verdienten teilweise mehr als ihre Männer und seien zugleich tolle Mütter, sagte Rakers. "Die lesen den 'Spiegel', sind politisch interessiert und haben trotzdem auch die 'Instyle' und die 'Gala' im Abo." Sie selbst arbeite mit Leib und Seele in der "Tagesschau"-Redaktion, tratsche aber ebenso gerne auch mal mit Freunden bei einem gemütlichen Essen oder lasse sich in einem Varieté verzaubern. "Man kann an alles sehr skeptisch herangehen, aber ich finde es wichtig, auch mal in neue Welten einzutauchen", ergänzte Rakers.

Zaubershow als Ergänzung zur "Tagesschau"

Deshalb habe sie sich auch für die Moderation der ARD-Show "Einfach Magisch" entschieden, für die sie am Montag (17. Dezember) vor der Kamera steht. In dieser kämpfen vier Teams, bestehend aus jeweils einem bekannten Zauberer und einem Prominenten um den Titel "Bestes Zauberteam 2012". "Als ich das Konzept bekommen habe, habe ich sofort zugesagt", sagte Rakers. Es sei eben nicht diese "typische Sache mit Uri Geller oder Mentalisten, die Gedanken lesen oder andere in Hypnose versetzen". Stattdessen   gehe es in der Show um jahrhundertealtes Zauberhandwerk. "Das finde ich faszinierend."

 Dass sie die Möglichkeit bekomme, solch verschiedene Sendungen zu moderieren, mache sie glücklich. "Das ist der Luxus meiner Generation, dass wir uns ausprobieren können", betonte Rakers. Dafür hätten sich aber insbesondere die Frauen erst einmal aus der Rolle der Ehefrau und Mutter herauskämpfen müssen. "Das hat sehr lange gedauert, nachdem diese Schublade vorher Tausende Jahre sehr fest in den Köpfen zementiert war", sagte Rakers. Als Ersatz seien dann erst einmal neue Schubladen aufgemacht worden. "Die Weiterentwicklung ist für mich, dass es heute gar keine Schubladen mehr gibt." (dapd)



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